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Der jüdische Student · 1932-02-01 · Heft 2 (Februar 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 2 (Februar 1932)
Date
1932-02-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Altherrenressort. Ueber die Altherrenarbeit des Kartells ist grundsätzlich Neues nicht zu sagen. In den vielen Jahren, in denen das Altherrenproblem immer wieder zur Debatte gestellt wurde, zeigte sich die Ueberüüssigkeit von theoretischen Erwägungen. Alles hängt von der praktischen Arbeit ab» Die Berliner Arbeit basierte weiter in erster Linie in den Altherrenbünden, die auch in diesem Berichtsjahr ihre regelmäßigen Veranstaltungen abhielten* Infolge der Auflösung des Sport-V.I.St. schloß sich dessen Altherrenbund dem Rosenkranzbund an, ohne aber seine Existenz als Sonderbund aufgegeben zu* haben. Größere Veranstaltungen der Gesamtheit der Berliner Altherrenschaft fanden im Berichtsjahr nicht sehr oft statt. Es zeigte sich nämlich, daß das. Gros der Besucher dieser Veranstaltungen sich aus den Angehörigen der Einzelbünde zusammensetzte und daß nur wenige nicht in Bünden organisierte Alte Herren teilnahmen. Es gelang aber den Bünden, aus den Reihen dieser Bundesbrüder neue Mitglieder zuzuführen. Auch in Zukunft wird es notwendig sein, auf diesem Wege weiter zu arbeiten und immer mehr Bundesbrüder in den Bünden zu organisieren. Die Ideallösung wäre die, daß der Bezirksverf band Berlin die Dachorganisation der Berliner Altherrenbünde bildete. Die Arbeit in der Provinz wurde in letzter Zeit bedeutend intensiviert, dadurch daß es erreicht wurde, daß anläßlich von Veranstaltungen der Z.V.f.D. bundesbrüderliche Zusammenkünfte und Bezirks Verbandstagungen statt-, fanden. So fanden derartige Tagungen in Mitteldeutschland, Thüringen, Leipzig« Köln und Mannheim und anderwärts in kleinerem Rahmen statt. Die Durch,? Organisierung der Bezirks verbände muß die wichtigste Aufgabe der Altherren.7 arbeit in der nächsten Zeit sein. Leider gibt es noch eine Anzahl von Verbänden, deren Arbeit sehr zu wünschen übrig läßt, was sich nicht nur für das Kartell, sondern für die zionistische Arbeit überhaupt zum Schaden auswirkt. In den größeren Städten, in denen die Zahl der ansässigen Bundesbrüder größer ist, müssen nach dem Vorbild der Berliner besondere Bünde mit regelmäßigen Zusammenkünften gebildet werden. Ebenso müßte in manchen Bezirksverbänden eine Unterteilung erfolgen, da die räumlich zu weite Entfernung der Bundesbrüder regelmäßige Veranstaltungen sehr erschwert. Das gute Arbeiten der Bezirksverbände ist auch aus folgenden Gründen notwendig. Die aktiven Bundesbrüder, die in den Ferien in ihre Heimatorte zurückkehren, müssen in dieser Zeit in die zionistische Arbeit der einzelnen Bezirke einbezogen werden. Eine Zusammenarbeit zwischen den Verbindungen und den Bezirksverbänden einerseits und dem Propaganda- und Altherrenressort andrerseits könnte hier wichtige Kräfte freimachen. Ferner müssen in den Bezirksverbänden die Inaktiven, sofern sie sich nicht am Orte einer Korporation befinden, erfaßt und in ihrer zionistischen Tätigkeit kontrolliert werden. Ueber den Altherrentag und seinen erfolgreichen Verlauf ist im letzten Heft berichtet worden, sodaß hier nur gesagt werden soll, daß sein alljährlicher Zusammentritt Aufgabe jedes Präsidiums sein muß. Die Organisierung der Fachgruppen und deren Arbeit interessiert in diesem Zusammenhange nur in soweit, als hier ein neues Feld bundesbrüder- 45

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