Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 29 (1932)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Vier Gebiete scheinen wesentlich zu sein, für deren Politik und Wirken der Kartelltag die Richtung zu geben hat: 1. die Festlegung der Außenpolitik des Kartells (Stellungnahme zum Centraiverein und seinen Methoden, gegenüber der sozialistischen Studentenschaft* Politik in der deutschen Studentenschaft, Gemeindepolitik usw. usw.), 2. Die Quellen zionistischer Erziehung (wobei ich eine Abkehr von der rein verstandesmäßigen rationalen Erziehung und Rikkkehr zu einer den ganzen Menschen erfassenden Erziehung, die auf Tradition fußt und durch Betspiel und Zusammenleben wirkt, im Auge habe), 3. ideologische Auseinandersetzung mit dem Sozialismus und dem Nationalismus, 4. Festlegung eines Wirtschaftsprogramms in äbifchem Sinne wie es bereits dem Altherrentag vorgeschlagen war. (Vgl. ISt. S. 295a.) In dieser Aufzählung sollen nur als Beispkß und skizzenhaft die zur Diskussion stehenden Probleme bezeichnet sein. Aufgabe der Februarnummer wird es sein, durch Diskussion dieser Probleme am Einzelnen den Kartelltag vorzubereiten. Hierzu erbitte ich die Mithilfe des Kartells. Walter Katschke. Zionismus in der Krise Der Vortrag, den ich auf der Altherrentagung des K.XV. gehalten habe, soll, und zwar wahrscheinlich noch im Laufe des Januar, als Broschüre erscheinen. Es wäre unter diesen Umständen unzweckmäßig, das Ganze, wie es doch dieser Rahmen erfordern würde, in einige kurze Leitsätze zusammenzupressen. Es erscheint also richtiger, auf diese Broschüre zu verweisen, gleichseitig aber ihre Einleitung mitzuteilen, aus der wenigstens hervorgeht, was eigentlich in diesem Vortrag zur Debatte stand. ~ ~ Krojanker. Meine Ausführungen machen den Versuch, dem Zionismus jener geistigen Situation zu konfrontieren, von der Deutschland Ifeeute bewegt und vielleicht bald beherrscht sein wird. Niemand vermag nach zu sagen, wieweit hier wirklich nichts als ein deutsches Spezifikum vorliegt. Wahr ist wohl, daß das deutsche Denken in dieser Zeit eine nur ihm eigentümliche Haltung aufweist Dies Land der Mitte, zwischen Osten und Westen gelagert und deshalb bei allen anderen Zerklüftungen auch noch von diesar Diskrepanz seines historischen Werdens zerrissen, stellt immer wieder Idean aus sich heraus, die dem Westen ewig unverständlich sein werden. Aber was sich hier konkret er- 3