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Der jüdische Student · 1931-08-01 · Heft 8-9 (August 1931) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
28 (1931)
Issue
Heft 8-9 (August 1931)
Date
1931-08-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Uns soll es anspornen, unseren Weg weiter zu gehere und die Stätte weiter zu bauen, die alle>> berufen sein wird, einem kommenden Geschlecht jüdischer M«: chen geistige Zuflucht zu bieten, die hebräische Universität auf dem Scopus bei Jerusalem, Aber auch dessen, was Juden dabei geholfen und auch geschähet haben, wollen wir uns erinnern. Was geschah seit N y o n? Budapest, 6. Mai: Minister Haller, der Schöpfer des ungarischen numerus clausus, erklärt, daß auch der numerus clausus das ungarische Akademikertum nicht vor verstärkter Proletarisierung haW schützen können. Budapest, 28. Mai: Minister Graf Kuno Klebeisberg verteidigt im Parlkment das numerus clausus-Gesetz als eine Notwendigkeit für & Zukunft Ungarns. Eine Beseitigung könne für eine absehbar« Zeit nicht in Frage kommen. Lemberg, 8. Juni: Die Generalversammlung der Studentenschaft beschließt, daß nur Christen und Mohammedaner Mitglieder der Studentenschaft sein können, jedoch keine Juden oder Judenstämmliige. Dieser Beschluß wurde gleichlautend bereits vorher an sämtlichen anderen Hochschulen Polens gefaßt. Wien, 16. Juni: Das Unterrichtsministerium und der akademisch« Senat der Universität erklären, es bestehe kein Anlaß, gegen Jas auf dem Rasse-Prinzip aufgebaute neue Studentenrecht vorzugehen. Wien, 23. Juni: Krawalle an der Universität aus Anlsß der gegen das Studentenrecht gerichteten Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs. Jüdische Studierende, unter ihnen t2 Mädchen, werden blutig geschlagen und durch die UniversÖatspforte auf das Pflaster geworfen. Auch die sich entgegenstellenden Professoren werden bedroht. Der ,,Rektor" Ueberspecger aber ersucht die Polizei, die Universität nicht zu betreten. Wien, 24. Juni: Nazi»-Studenten fordern eine ,,Judenreine Woehe'* an der Universität, in der kein Jude zu Vorlesungen zugelassen werden soll. Wien, 25. Juni: Die Jüdische Gemeinde protestiert, aber am «gleichen Tage erlassen die Rektoren der vier Hochschulen eine Proklamation, daß sie die Bestrebungen der Deutschen Studentenschaft unterstützen wollen. Warschau, 29. Juni: Die Direktoren der städtischen Gymnasien edkalten ministerielle Anweisung, in jede Klasse höchstens vier Jüdische Schüler aufzunehmen; also numerus clausus bereits vor Jer Universität. 261

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