Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1931)
- Date
- 1931-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Ans allen. „X Si-"~Hefi£eia Prof. Dr. C h a i m We izmann <V.J.St. Hasmonaea^Berlin, A.H. h. c.) Es sind schwere Tage, die hinter uns liegen und, weiß Gott, es sind schwere Tage, die vor uns liegen. Aber wir sind nur eine kleine Episode in dem großen Weg, den unsere Bewegung und unsere Geschichte zu madien hat. Troiz aller Schwierigkeiten, trotz aller Hindernisse, die unserer Sache eigen sind, die ohne Präzedenzfälle dasteht an der Weltgeschichte, sind die Konturen des jüdischen Nationalheims sldit* bar für diejenigen, die jetzt schon sehen wollen. Sdion heute strahlt das jüdische Nationalheim seinen Einfluß weit Hris in die fernsten Winkel der Diaspora hinaus. Einer Organisation, wie es die unsrige ist, ziemt es Kerven zu haben, Ruhe zu bewahren und schwer zu arbeiten. Es kommen schwere Tage, aber es kommen auch bessere Tage. Es gibt etwas, was über uns allen steht: der Aufbau des Landes, so schnell wir es können, damit w i r noch in unseren Tagen sehen, wo~ für wir unser Leben gegeben haben. Von Richard Lichtheim <V.J.St. Hasmonaea-Berlin, A.H.>. Das K.J- V. ist keine Jugendbewegung im Sinne mancher deutscher Jugendbewegungen. Es empfindet seine Aufga&e nicht darin, sturm^ und drangerfüllte Jugend „zu bewegen", 4 h. im. Kreise zu führen, statt zu einem Ziele hinzulenken. Unsere Aufgabe Ist der Zielgedanke, d. h. die Erziehung zu Männern, die zur zionistischen Tat fähig und entschlossen swd. Der Zionismus ist ein nationales und menschliches Experiment, ein Schuß geschichtliches des Judentums, eingebettet in die Suromungen der Zeit, aber auch im Kampf mit diesen Strömungen, um seine Eigenart zu behaupten und sein Ziel zu erreichen. Darum seid tolerant gegen Meinungen und streng bezüglich der Klarheit des Gedankens, und vor allem streng hinsichtlidi der Leistungen! Das K.J.V. kann dazu berufen sein, die zionistische Organisation zu erneuern und die Verwirklidiung des Zio~ nismus ein mächtiges Stück vorwärts zu treiben. Dr. Felix Rosenbluth <V.J.St. Macabaea-Berfin, A.H.) Wenn das Wort Bundesbrüderlichkeit nicht zur Phrase werden soll, muß man bedenken, daß der Ton, * auf dem ersten Wort~ bestandteil liegt. Sie ist das Bewußtsein der Verbundenheit durch d e n B u n d, d. h. für uns durch die Gemeinsamkeit der Idee. Sie ist unabhängig vom Werden und Vergeben jugendlicher Freundschaften, für deren Entstehen oder Nichrenrtstehen der im wesentlichen irrationale Einfluß körperlicher oder geistiger Ein^ drücke entscheidend ist. Bundesbrüderlichkeit ist ein selbständiges Gemeinsamkeitsgefühl von eigenem Gehalt und besonderer Wärme, das ebenso Bekannte wie Unbekannte bandet. Zur h 259