Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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5. Burschenkurs. Hier hielt Bbr. Salomoa ein Pressereferat, Bbr. Capell einen Vortrag über „Zionismus auf Irrwegen", Herr Dr. Leibowitz aus Köln sprach vom Standpunkt des Zeire Misrachi aus über „Grundprobleme des Zionismus". Weitere Vorträge der Bbr. Spangenthal, Pelz, Georg Heymann, stehen noch aus. Die Beziehungen zur Alten Herrenschaft sind noch locker. Bestimmte Anzeichen für eine Besserung sind gegeben. A.H. Luz Hirschbruch, der seit einiger Zeit hier ansässig ist, unterstützt uns in weitgehendem Maße, diesen Konnex herzustellen. Wir haben die zionistische Mädchengruppe, soweit es in unseren Kräften stand, unterstützt, insbesondere gab Bbr. Hans Capell den Mädchen einen Kursus über „Einführung in. den Zionismus**. Grundsätzlich halten wir jedoch eine engere Zusammenarbeit nicht für zweckmäßig, da Hierdurch die Eigenart unserer Verbindung und ihre pädagogischen Aufgaben beeinträchtigt werden. Die in der kommenden Woche stattfindende Herzl-Feier wird gemeinsam veranstaltet. A.H. Otto May wird die Herzl-Rede halten. Unter den gegebenen örtlichen Verhältnissen und mit Rücksicht auf die starke berufliche Inanspruchnahme fast aller Burschen, glauben wir die Vor? aussetzung für eine Reaktivierung der Verbindung geschaffen zu haben. Königsberg: V.J.St. „Maccabaea". Das vergangene Semester stellte uns in vieler Hinsicht vor große Schwierigkeiten. Die Zusammensetzung der Verbindung war einer ersprießlichen Arbeit insofern nicht günstig, als einer verhältnismäßig großen Anzahl von Füxen nur wenige aktive Burschen gegenüäjerstanden. Diese Tatsache brachte es mit sich, daß unsere Arbeit vorwiegend auf Fuxencrziehung eingestdlt war. Neben den Fuxenstunden, in c£enen unter Leitung von A.H. Klatzko die modernen jüdischen Parteien eingehend besprochen wurden, fanden baa Bbr. Winter regelmäßig für die eastsemestrigen Füxe Abende statt, diesen Bundesbrüdern die elementare zionistische Fundierung gebm sollten. — Im übrigen ist das Semester als ein solches der Sel&stbesirnung anzusehen. Wir versumten, uns im Kreise der Burschen über die Aufgaben der Erziehungsarbeit im K.J.V. klar zu werden und erkannten die Notwendigkeit einer völligen Erneuerung und Schaffung . eines systematischen Aufbauplanes auf diesam Gebiet. — Uns beschäftigen, wie es selbstverständlich ist, die Probleme des Kongresses: wir versuchten famer, aus den persönlichen Arbeitsgebieten einzelner Bundesbrüder für unsere Gemeinschaft Geeignetes in Refaiaten und Debatten für uns fruchtbar zu machen. — Die Außenarbeit wurctae durch die Bundesbrüder in der alten intensiven Weise durchgeführt. Als Novum sind hier nur zwei Abende zu erwähnen, die wir gemeinsam mit dem hiesigen Zi.St. einer erstem Zusammenarbeit nutzbar zu machen suchten; und die als ein keineswegs schlechter Anfang zu bezeichnen sind. München: VJLSt, „Jordania". Infolge der unJSanügenden Unterstützung von Seiten des Ueberweisungsressorts mußten wir dieses Semester mit einer Äktivitas von nur 5 Bundesbrüdern beginnen; einige weitere Bundesbrüdar waren infolge Examens oder beriflicher Inanspruchnahme an einer intensiveren Mitarbeit 245