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Der jüdische Student · 1931-07-01 · Heft 7 (Juli 1931) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
28 (1931)
Issue
Heft 7 (Juli 1931)
Date
1931-07-01
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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verhindert. Trotz der großen Schwierigkeiten übernahmen die Chargen die Bundesbrüder Richard Eisen X, Hans Weiß XX, Emanuel Straus XXX und haben ihre Anstrengungen darauf konzentriert, zwischen den wenigen Bundesbrüdern einen möglichst engen Konnex herzustellen und auch die Inaktiven mehr als sonst heranzuziehen. Beides ist — wenn auch nicht in dem gewünschten Maße — gelungen. Dagegen ist die Unterstützung durch die Alten Herren, von wenigen Ausnahmen abgesehen, völlig ausgeblieben. Der Fuxenkurs, unter Leitung von Bbr. Werner Auerbacher, beschäftigte sich mit Fragen der zionistischen Politik und Geschichte. Im Burschenkurs gab A.H. Dr. Raphael Straus einen außerordentlich anregenden Ueberblick über den Verlauf der jüdischen Geschichte; daneben behandelten Referate der Teilrehmer einzelne Fragen der jüdischen Geschichte seit der Emanzipation. An diesem Kurs beteiligten sich auch die Mitglieder der zionistischen Studentinnengruppe, die hier sehr gut arbeitet. Auch eine Reihe von geselligen Abenden und Ausflügen veranstalteten wir gemeinsam mit dieser Gruppe; unserer Erfahrung nach wirkt sich eine derartige engere Zusammenarbeit durchaus günstig auf das Verbindungsleben aus. An den Veranstaltungen des Jungzionistischen Arbeitskreises nahmen wir regelmäßig teil. In der sonstigen Arbeit (Sport, Hebräisch, N.F.) konnte die Disziplin der Bundesbrüder nicht befriedigen, was natürlich auch mit dem Mangel an voll arbeitsfähigen älteren Burschen zusammenhängt. Obwohl in der Keilarbeit alles Mögliche getan wurde, konnten wir nur 2 Aktivmeldungen erzielen, von denen eine angenommen wurde. Eine weitere wird zu Beginn des kommenden Semesters erfolgen. Unter normalen Umständen hätten wir gerade in diesem Semester bestimmt eine größere Anzahl von Aktivmeldungen erreichen können; die Unmöglichkeit, unseren Keilfüxen eine geregelte Verbindungsarbeit zu zeigen, hat trotz sonstiger Sympathien für uns mehrere von uns weggeführt. Auch in diesem Punkt zeigt sich also der Schaden, der dem Kartell durch eine mangelnde Unterstützung der gefährdeten Verbindungen zugefügt wird. Aber auch in anderen Beziehungen (Prestigeverlust usw.) hat sich gezeigt, daß durch eine solche Unterbrechung der geordneten Arbeit die Existenz der Verbindung auch auf weitere Zeit hinaus gefährdet werden kann. Für das nächste Semester rechnen wir auf genügende Ueberweisungen und damit eine Neubelebung unserer Arbeit. Richard Eisen X Riga: V.J.St „Kadimah". Der starke zahlenmäßige Wuchs des „Hechawer" legte schon seit längerer Zeit den Gedanken der Gründung einer zweiten K.J.V.-Verbindung in Lettland nahe. Freilich war hierbei besondere Vorsicht und Umsicht geboten, damit die neue Verbindung von vornherein auf einer gesunden, tragfähigen Grundlage ruhen und ihre Weiterentwicklung auf einem angemessenen Niveau gesichert werden konnte. Im April d. J. konnte endlich nach sorgfältiger Auslese und Vorbereitung die Aufnahme der hierfür in Betracht kommenden Bundesbrüder vollzogen werden. Vier Burschen und fünf Füxe wurden vom „Hechawer** in die neugegründete „Kadimah'* überwiesen, um deren Kern zu bilden. Am 30. April fand im Beisein von Bbr. Hans Klee vom Präsidium die offizielle Eröffnungsfeier statt, bei der zahlreiche Vertreter der zionistischen Oeff entlieh^ eit und der jüdischen Akademikerschaft in Riga 246

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