Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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den. Dazu kam eine Reihe anderer Veranstaltungen, wie Fahrten usw., die das Leben der Verbindung intensiver und personlicher gestalteten. Im Mittelpunkt stand eine ganz besonders schone achttägige Pfingstfahrt, die uns an die schleswig-holsteinische Ostseeküste bis nach Dänemark hinein führte. Am 28. Juni fand eine sehr schön gelungene Barkassenfahrt auf der Elbe statt, und für Mitte Juli ist noch eine zweitägige Fahrt der ganzen Verbindung geplant. Im allgemeinen sind wir mit dem Verlauf des Semesters sehr zufrieden, obgleich die Keilerfolge (3 Rezeptionen] bisher nicht den Erwartungen entsprachen. Am Ende des Semesters verlaßt eine ganze Reihe von Bundesbrüdern Hamburg, so daß die Arbeit nur dann weiter gut fortgeführt werden kann, wenn neue Menschen herkommen. Wir glauben, daß der Kartetltag allen Bundesbrüdern gezeigt hat, wie schon ein Studium in Hamburg sein kann, und hoffen bestimmt, zum Wintersemester eine Reihe von Buadesbrüdern aus dem Reich bei uns begrüßen zu können. Hans Gärtner X Heidelberg: V.J-St. „Ivria". Wir begannen unsere Arbeit mit 24 Aktiven, unter denen nur 4 Burschen waren. Dies erschwerte die Keilarbeit sowie ein intensives 'Erfassen unserer Fuxen sehr stark. Wir haben bis jetzt 15 Jungen rezipiert, von denen zwei an jüdischen Dingen desinteressiert waren oder Zentralvereinstendenz vertraten (der K.C. hat hier 9 Rezeptionen, die F.W.V. 6). Die Erfassung dieser Jungen in der Verbindung war unser nächstes Ziel;' es bildeten sich Kreise von 5—6 Jungen, meist nach Fakultäten. Die jüdische Erfassung versuchen wir durch Aussprachen in den einzelnen Bereisen, auf Freitagabendfeiern, in den beiden Arbeitsgemeinschaften (Rupnn: Soziologie; Lieblich: Wir jungen Juden) und in 2 Fuxenkursen (für jüngere Fuxen über Tendenz, für die älteren eine Arbeitsgemeinschaft übjai „Palästina und die praktische Durchführung der Parteiprogramme") dureteusetzen. Außerdem hält A.H. Ii&vensteLa (Mannheim) 14tägig einen allgemeinen Kurs über „Sozialismus unH Zionismus'*. Wir haben ferner 2 hebräische Kurse bei dem Lehrer der Mannheimer Gemeinde. Einmal wöchentlich treiben wir Sport, weiden auch an den Heidelberger Hochschilmeisterschaften teilnehmen. Hier sind die* Erfolge sehr mäßig, da es in unserer Verbindung an hebräisch srnechenden Jungen fehlt. Wir pflegen neben den offiziellen Veranstaltungen die inoffiziellen sehr, wie Freüagabendfeiern, gemeinsames Essen, Treffahrt mit der Frankfurter Verbinihng. Nach außen traten wir gesellschaftlich hervor durch einen Teeabenfi im Anschluß an den B.V.-Tag. DSeser gesellschaftlichen Veranstaltung ging am Sonnabendabend eine Aküsr.entagung voraus, auf der eine Ausspräche zwischen Frankfurter, Freibirger und Heideiberger Aktiven an Efand eines Referats von Franz Brüll über „Erziehungsarbeit in der Verbindung" stattfand. Dieser Abenfi förderte durch seine verschieden vertretenen Standpunkte die Anschauingen der Bundesbrüder über dies& Problem. Am Sonntag vormittag fand der B.V.¬ Konvent statt, an denen neben den Aktiven die A.H.A.H. des B.V. zahlreich vertreten waren. Bbr. Brüll nahm in einem Referat Stellung zu den aktuellen Karteilprdüemen, insbesondere zur Altherren-lrrage. Nach einer Diskussion über dkses Referat erteilte der Konvent den: Vorsitzen- 243