Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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bundesbrüderliche Zusammenhalt und die eigentliche Keilarbeit dadurch in keiner Weise beeinträchtigt wurden, und daß wir jeder Verbindung, die sich stark genug fühlt, um eine solche Belastung zu ertragen, diese Art zionistischer Werbearbeit und zugleich ständiger Selbstkontrolle durchaus, empfehlen können. Für die Fuxen fand allwöchentlich ein Palästinakurs statt, in dem die Fuxen selbst die meisten Referate übernommen hatten und so lebhaft an der Arbeit interessiert waren. Einen "hebräischen Kurs konnten wir leider nur für Anfänger einrichten, da uns ein Lehrer für Fortgeschrittene nicht zur Verfügung stand und eine Arbeitsgemeinschaft nicht zustande kam. Die übrigen Möglichkeiten einer Heranziehung der Bundesbrüder an die Verbindung, die ein Freiburger Sommersemester bietet, wurden reichlich ausgenutzt: Sport auf dem prachtvoll gelegenen Stadion und Wochenendaus- Hüge in den Schwarzwald führten uns häufig zusammen. Die durch das Freundschaftsabkommen mit der LA.V. Jordania-Basel für Freiburg nunmehr schon traditionell gewordenen Beziehungen wurden durch einen Besuch unserer Vertreter in Basel und durch eine Treffahrt in Badenweiler gepflegt. Wir waren ferner auf der Tagung des Bezirksverbandes Nordbaden in Heidelberg vertreten und begrüßen die vom Präsidium angeregte Ausdehnung des Bezirksverbandes auf Südbaden. Wir hatten schließlich die Freude, Bbr. Franz Brüll vom Präsidium bei uns begrüßen zu können. -Die Organisierung einer zionistischen Studentinnengruppe, wie sie vom Präsidium propagiert wird, wurde von der Charge nicht in das Semesterprogramm aufgenommen, weil diese hiervon eine Beeinträchtigung der internen Verbindungsarbeit befürchtete. Wie immer wurde von uns die K.K.L.- Arbeit betrieben, die hier allein in unseren Händen ruht. Wir sind im ganzen mit der Arbeit dieses Semesters zufrieden und erwarten, daß die Besetzung des Wintersemesters eine erfolgreiche Fortführung ermöglichen wird. gez. Karl Adolf Bach. X Hamburg: V.J.St. „Kadimah". Nachdem die Winterarbeit der Hamburger Verbindung mit dem Kartelltag ihren Abschluß gefunden hatte, wurde schon in den Ferien die Arbeit für das neue Semester vorbereitet. Erfreulicherweise kamen auch diesmal einige Bundesbrüder von außerhalb nach Hamburg, so daß wir das Sommersemester mit einer Aktivitas von 15 Bundesbrüdern eröffnen konnten. Der Semesterantrittskonvent wählte die neue Charge, die aus den Bbr. Bbr. Hans Gärtner X, Daniel Broches XX und Nils Brandt XXX besteht, und beschloß folgendes Programm: 1. Fuxenkurs unter Leitung von Hans Gärtner. Behandelt werden zionistische Ideologie und zionistische Tagesfragen. 2. Verbindungskurs unter Leitung von A.H. Heini Strauß über „Soziologie der Juden". 3. Veranstaltung einzelner Verbindungsabende mit besonderen Themen (Kongreß, palästinensische Wirtschaftsfragen, Frage des Parlamentes usw.). 4. Freitagabende bei Alten Herren, die vor allem die Aufgabe haben sollen, den menschlichen Zusammenhang der Bundesbrüder zu stärken. Dieses Programm ist bis jetzt durchaus eingehalten und erfüllt wor- 242