Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1931)
- Date
- 1931-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
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einer besonderen einblenden Betrachtung würdig. In demselben Heft dasr Zeitschrift findet sich ein Aufsatz von Hans K o h n : „Ueb ersieht iäer den Vorderen Orient", in welchsn unter anderem interessante Mittelungen über die von Bagdad ausgehenden neuen Versuche zum Abschluß der arabischen Föderaton gemacrü werden. Es wird gesagt: Der irakische Ministerpräsident Nun Pascha es-Said will sidh demnächst nach Arabien begeben. Auf dem Wege wird er in Amman den Bündnis- und Freundschaftstfertrag zwischen Irak und Transjorfenien zeichnen. Dies wird ohne jeÖa Schwierigkeiten gehen, denn beide Länder, von Brüdern beherrscht, sftreben nach einem möglichst engen Zusammenschluß. Die Schwierigkaalen werden dann bei den Verhandlungen mit dem König Ibn Saud von Hesdschas und Neschd und dem Imam Gehja von Jemen beginnen. Denn a» sehr beide glühende arabische Nationalisten sind und ein geeintes Arabien erstreben, so sehr sind sie von (persönlichem Ehrgeiz erfüllt und erstreben ein unter ihrer Führung geeintes Arabien. Das Haus Ex-Königs Hussein, das im Irak und Transjordanien herrscht, die wahhabitische Herrscherfamilie Ibn Sauds und schließlich den mit Ibn Saud rivalisierenden Imam unter einen Hut zu bringen, ist keine leichte Aufgabe. Seit Ibn Saud den Assir im Oktober 1930 annektiert hat, sind die Beziehungen zwischen ihm und dem Imam, der den Assir als einen Teil Jemens betrachtet, gespannt. Aber alle arabischen Herrscher wissen, daß nur in ihrem Zusammenschluß Hoffnung auf Erringung und Bewahrung der Unabhängigkeit der arabischen Länder und auf ihr Wachsen und Fortschritt liegt. Es sind historische Notwendigkeiten, die über dynastische oder provinzielle Gegensätze und über soziale Unterschiede hinweg zu einer immer stärkeren Betonung der arabischen Einheit treiben. Die Reise Nuri es-Saids nach Amman, Kairo und Mekka ist nur eine erste Vorbereitung zu einer kommenden politischen- Zusammenfassung, deren genaue Wege natürlich heute noch von niemand vorausgesehen werden können. (Seite 297/298.) PRÄSIDIUM UND VERBINDUNGEN Wenn irgend etwas -nich darüber hinwegtrösten konnte, daß ich plötzlich — sozusagen in der Biifce meiner Jahre — meinen fünfzigsten Geburtstag erleben mußte, waren es die Bekundungen herzlicher Teilnahme, die mir in so reichem Maße zugingm. Aber Scherz beiseite. Ihr habt mir so viele Beweise Eurer Freundschaft und bundesbrüderlichen Gefühle gegeben, daß dieser Gedenktag eines biologischen Geschehens Wert und Bedeutung bekommen hat. Ich danke den alten Freunden, die mit freunfehaEtlichen Worten Erinnerungen an unsere gemeinsamen Jugendtage und Tiäume ausgelöst haben. Besondere Freude abaar haben mir die Jungen bereitet, die mich aus ihren Worten fühlen ließen, cteß über Generationen hinweg ein lebendiger Strom gemeinsamen zionistischer und menschlichen Empfindens uns verbindet. 202