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Der jüdische Student · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
28 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Date
1931-05-01
Page
[Seite] (sequence 48)
Language
German
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ausgeliefert sein sollen. Die Forderung einer Vertretung von 50 zu 50 wird verworfen, da für die Araber unannehmbar, ©nd das Beispiel Finnlands mit seinem 10 Prozent Schweden zitiert, deren nationale Rechte in vollem Umfanfe garantiert sind. Es wird bedauert, daß ein zweiter indischer Politiker, Schaukat AH, statt eines erhofften Friedensengels sich als schärfster Gegner des Zionismus entpuppt hat. Sein Gedanke einer muslemischen Universität in Jerusalem wird zwar begrüßt, andererseits aber wird bedauert, daß dieser Gedanke mit dem GeJanken des politischen Streites beider Völker verknüpft wird. Folgt eine Belehrung und Warnung an die Adresse des „Feiestin", doch ja nicht mit soßch verrosteten Waffen, wie den „Protokollen der Weisen von Zion", (deren Abdruck vor einigen Jahren im „Feiestin" von der Regierung verboien wurde [mihi]) und dem Blutmärclken, gegen die Juden zu kämpfen. Pie Ermahnung schließt mit der Frag«, wann die Zeit anbrechen werden in der man auch im nationalen Kaonpfe sich stets nur der Mittel der Ekre, Wahrheit und Gerechtigkeit befenen werde. Hoffen wir mit der Redaktion der Sch., daß diese Belehrung beim „Felestin'* auf fruchtbaren Boden fallen wird, und daß „aus dem Osten, namentlich aus Undien, wo ein halbnackter Mönch von dem Vertreter eines der mächtigsten Staatsoberhäupter als gleichberechtigter Verhandlungspartner empfangen wird, eine neue Lehre für die Welt" kommen werde. Aus dem Inhalt der Broschüre sei hier erwähnt las Referat von M. R. Achtar: Der Zionismus und die Hoffnungen des Orients, Dr. Hans Cohn: Einige Bemerkingen zu den konstitutionellen Fragen des Palästinamandates, Dr. M. Meir: Garn su letowah (eine Auseinandersetzung mit Assaf veranlagt durch eine Artikelserie im „Dawar"), Jüdisch-arabische Chronik, Tätigkeitsbericht der Brith Schalom (Abendkurse für Arabisch und Ausspracheabende für aktuelle Tagesfragen in beschränktem geladenen Kreise), Ein Fragebogen an die Kandidaten zur A.N. über ihre Stellungnahme zu verschiedenen jüdischarabischen Tagesfragen (politischen und ökonomischen Inhalts). Das folgende Heft, das in diesem angekündigt wird. verspricht interessanter zu werden. M. G. lieber das Palästinaproblem, Zeitschrift für Geopolitik. In dem 11. Heft des siebenten Jahrgangs (November 1930) äußert sich Prof. Erich Obst, der Verfasser eines grundlegenden England-Buches, über die gerade erfolgte Publikation des neuen Weiß-Buches wie folgt: Für Vorderasien ist die Ende Oktober erfolgte Erklärung der britischen Regierung zur Palästinafrage ein Ereignis von höchster geopolitischer Bedeutung. Die Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 wird zurückgezogen, die neuen Ehrwanderungsb estimmungen machen es den Juden praktisch unmöglich, in absehbarer Zeit Palästina in ein jüdisches Land zu verwandeln. Für viele jüdische Ideologen mag es einen sehr schweren Schlag bedeuten, daß nunmehr der Traum des Zionismus von einer nationaljüdischen Heimstätte endgültig ausgeträumt ist. Wir haben es nicht anders erwartet, denn England kann es bei der Struktur seines Weltreiches nicht wagen, eine geschlossene Islamfront gegen sich zu haben und dem erwachenden panarabischen Nationalismus um der 200

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