Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1931)
- Date
- 1931-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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ganisation zu erscheinen. Die Verbindungen müßten mehr als bisher darauf achten, dsß der Inaktive seiner Pflicht, einmal in der Woche an einer Verbinfbngsveranstaltung teilzunehmen, nachkommt und außerdem am sonstigen monistischen Leben aktiv teilnimmt, dieses muß auch beachtet werden ba der A.H.ierung. Es dürften nur solche Inaktive A.H.iert werden, v<m denen die Verbindung die Gewiökeit hat, daß sie ihren Verpflichtungen gewissenhaft nachkommen werden. Es geht nicht an, daß die Vertaidungen, wie es mitunter geschieht, Inaktive einfachdeshalb A.H.ieren, um die Zahl der untätigen und unhteressierten Bundesbrüder, welche die Verbindungen in ihrer Arbeit Masten, zu verringern. Wenn dies schon prinzipiell geschehen soll, so muß bei diesen Ausnahme-A.H.ieruigen meines Erachtens mit besonderer Sorgfalt darauf gesehen werden, daß wirklich nur Bundesbrüder A.Hüert werden, auf die wTir uns voll unf ganz verlassen können. Es handelt sich hier zum großen Teil um Bunfesbrüder, welche seft langem dem Verbindungsleben fernstehen, vielfach an Orten leben, an denen keine Kartellorganisation besteht, und die zum Teil den Zusammenhang mit dem Kartell verloren haben. Hier muß die Verbindung nachprüfen, ob der betreffende Bundesbruder sich zionistisch betätigt und auch weiter seinen Verpflichtungen dem Keren Hajessod gegenüber nachgekommen ist. Es ist selbstverständlich, daß für diejenigen Inaktiven, welche im Erwerbsleben stehen, die Keren-Hajessod-Verpflicht'ung genau so gilt wie für Alte Herren. Der Verbindung muß es überlassen bleiben, die Bestimmung des Kartelltages sinngemäß auszuführen, Sie muß jedoch bedenken, daß wir die Schar der untätigen und uninteressierten Alten Herren nicht noch vergrößern wollen und muß daher gewissenhaft alle Gründe abwägen. Es ist erforderlich, daß schon in diesem Semester die Frage endgültig in allen Verbindungen geregelt wird, damit danach Ausnahmen nicht mehr möglich sind. Paul Hirsch. Eine Aktion der jüdischen Volkspartei Von der Jüdischen Volkspartei wird in diesen Wochen in Groß-Berlin eine interessante und neuartige große Sammelaktion durchgeführt. Bei einem unseren Kreisen nahestehenden Notar ist seitens der Jüdkrhen Volkspartei eine wertvolle goldere Uhr hinterlegt worden. Die Uhr -wurde aufgezogen und versiegelt ins Eepot genommen. Es ist nun die Aufgabe unserer Freunde und Gesinnungsgenossen, zu' erraten, in welcher Stunde, Minute und Sekunde (der Taf ist gleichgültig) die Uhr stehen bleibt. Die goldene Uhr der Jüdischen Volkspartei wird voraussichtlich am 1. August aus dem Notariatsdepot genommen werden. Wer besonderes Glück hat, trifft gerade diejenige Sekunde, in der die Uhr stehen geblieben ist. Er (oder sie) ist dann der glückliche Gewinner. Die Sekunde kostet nur 20 Pfg., so . daß jeder sich beteiligen und eine oder mehrere Sekunden der bedeutungsvollen 12 Stunden wählen kann. Da insgesamt 43 200 Sekunden, vergeben werden und, entsprechend den 192