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Der jüdische Student · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
28 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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Zionismus überhaupt handelt. (Es geht allerdings nicht« daß man in einer öffentlichen Publikation ein Kapitel unter dem Titel „Zionistische Politik" damit eröffnet, daß man sagt, „Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung eines seiner Eigenart entsprechenden geistig-kulturellen Zentrums in Palästina". Da handelt es sich doch um eine wahrhaftig umstrittene FragelJ Sehr schön ist die, wenn auch manchmal etwas panegyrische Darstellung der Persönlichkeit und Politik Weizmanns. Gerade in dieser Zeit ist die Darstellung dieser Frage von besonderem Wert und es wäre gut, wenn auch in unserem Kreise die Diskussion über die Frage Verantwortungs- oder Gesinnungspolitik ernsthafter als bisher gerührt würde. Mag so in Einzelheiten etwas an der Arbeit von Josef Cohn auszusetzen sein, im ganzen handelt es sich um ein Buch, das in sehr guter Weise die Lücke in der bisherigen Palästinaliteratur ausfüllt. Die reichlich vorhandenen Quellennachweise und Literaturangaben ermöglichen die genauere Beschäftigung mit einzelnen Fragen und geben eine Fülle von Anregungen für eigene Arbeiten. Für jeden Bundesbruder muß dieses Buch von größtem Interesse sein, und man kann nur wünschen, daß es in allen zionistischen Kreisen weiteste Verbreitung findet. ■ * Palästinareisen. Von M. Hecher, Haifa.. Bbr. Hecker wendet sich gegen die Versuche, Palästinareisen mit Krampf durch ein zu optimistisches Rechnen, wie es Hermann Struck tut, oder auch durch das in Aussichtstellen von Einladungen bei Bundesbrüdern in Palästina, die dort eine untragbare Belastung darstellen, zu propagieren. Wir sind in dieser Beziehung mit ihm auch ganz einig. In dem folgenden Aufsatz wendet sich Hecker vor allem an die älteren Bundesbrüder. D. Red. Die ganze Behandlung der Frage von Palästinareisen, wie sie uns bisher «entgegentritt, scheint mir abwegig. Gewiß ist es sehr begrüßens- und fördernswert, daß auch jüngere Bundesbrüder mit bescheidenen Mitteln in die Lage wersetzt werden, Palästina kennenzulernen. Doch ungleich wichtiger erscheint mär die Aufgabe, dafür zu sorgen, daß die älteren, bessersituierten Bundesfkrüder in persönliche Berührung mit unserem Lande und unserer Arbeit fbommen. Der Prozentsatz der Alten Herren, die Palästina aus eigener Anschauung kennen, ist beschämend gering. Diese Erscheinung bedeutet in erster Emie ein persönliches Manko für diejenigen, die sich nicht zu dem „Opfer" «mer Palästinareise entschließen können, denn ohne diese bleibt ihr Zionismus «mlebendig und blutlos. Doch nicht nur um ihrer selbst willen, sondernim ISmblick auf das Interesse Palästinas ist, wie ich zeigen werde, eine Aenderung m fordern. Hier obliegt dem K.J.V. eine viel weitere und wichtigere Aufgabe: >ee hat jedem seiner Alten Herren, der nur irgendwie dazu imstande ist, eine fyüstinareise als unerläßliche Minimalpflicht aufzuerlegen und zur Erleichtennag einer solchen alle zweckentsprechenden Schritte zu unternehmen. Wenn aach die Veranstaltung von Massenfahrten nicht nach jedermanns Geschmack Bim mag und besonders Aelteren weniger zusagen dürfte, so kann doch eine gsneinschaftliche Organisierung und Vorbereitung, bei Zusammenfassung in Hkineren Gruppen, den Reisenden erhöhten Nutzen bringen. Die Devise dieser Ääen-Herren-Reisen sollte aber nicht „Billig" sein, sondern das gerade Gegen- IhL Ein großer Teil unserer älteren Bundesbrüder befindet sich auch heute 122

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