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Der jüdische Student · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
28 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Von Palästinaarbeit ist viel gesprochen worden. Man sollte Verbindungen anknüpfen mit jüd. Studenten in Palästina, ihre Mitarbeit an unseren Versandungen zu erreichen versuchen. Wir dürfen die Demonstration nach außen nicht vernachlässigen, das stärkt unsere attraktive Kraft und was kann demonstrativer wirken als ehe große studentisch-zionistische Organisation, Blumenfeld: Ein paar Bemerkungen zur Erzi eh ungs frage und zum J.St. Die pädagogische Bedeutung des J.St. müßte deutlicher herauskristallaert werden. Man könnte mehr tun, um die Bundesbrüder zionistisch zu erfassen, z. B. keine Analogien und Oberflächlichkeiten, keine dazwischen gestreutem Bemerkungen, die nicht das Wesen der Dinge treffen. Für die politische Erziehung ist die Kenntnis des historischen Macchiavelli außerordentlich wichtig, aher einzelne herausgerissene Zitate zeigen das nicht, weil sie nur eine aktuelle Wirkung ausüben und es so darstellen, als ob die Politiker der Stadt Staat Flormz genau so ausgesehen hätten wie heute. (Verliest mehrere Zitate aus dem pd." StudJ Man versucht stimmungsgemäß Menschen zu beeinflussen. Jedes Wort sollte aber dazu anregen, tiefer in die inneren Zusammenhänge einzudringen Der Artikel wegen Hitlers Propaganda ist sehr oberflächlich. (Verliest einen- Satz.) Jedes Oberflächengekräusel ist wertlos. Es gibt nidÜs Unangenehmeres, als große Referate zu halten, wenn man nichts Neues unl Endgültiges zu sagen hat Wolff hat ungefähr alle Aufgaben gestreift und erictert, die wir wirklich haben. Unsere Menschen werden jetzt eine gewisse Entwicklung durchmachen. Auf Alt-Herren-Fragen gehe ich nicht ein, weil man da heute nichts Neues zu sagen hat. Schülerbünde tragen in sich die Gefahr, daß diese jungen Menschen sich schon zu früh entscheiden und dann vieleicht Masiert zu uns kommen. Aber die anderen machen es auch und daher dürfen wir nicht zurückbleiben, denn sonst rinden wir nur ein Material, das die andbren des Keilens nicht für wert gehalten haben, und das ist nicht das beste. Wür müssen also diese Vorarbeit leisten. Viele glauben, man müßte die Schüler&ünde zur Vorschule für die Parteien machen, sie müßten eine soziale Färbung Iahen, weil soziale Probleme im Mittelpunkt des Interesses stehen. Alle Erfahrung zeigt« daß diese Versuche scheitern und scheitern müssen, aus einem einfachen Grund: wir können nur auf dem uns eigenen Wege etwas erreichen und auf loemem an- ' deren Gebiete« denn die anderen können Sozialismus noch besser stachen als wir, und wenn wir noch so links stehen. Sie sagen eben: Ihr könsä bei uns Sozialisten sein und braucht nicht Zionisten zu sein. Unser Kam$£ in den . Schülerbünden kann nur siegreich sein, wenn wir von der Judenfage ausgehen. Die Gefahr im J.St. sehe ich aus pädagogischen Gründen. Alks kommt da von außen her und nicht von innen. Und gerade darauf kommt es an. Probleme werden nicht gelöst, sondern abgelöst. Die nationale Frage aft weniger wichtig als die soziale bei Nationen, die ihre nationale Fragen erfäH haben, die ein erfülltes Volksleben besitzen. Wir müssen unsere national» Idee so durchsetzen, ,daß sie auf alle Menschen verschiedenster Tendenz in der Hinsicht überzeugend wirkt, daß sie sich nur in einem nationalen Rmm völlig ausleben können. Ein Russe kann sagen: Das Proletariat ist das ¥olk, weil er. wirklich das ist, wie es früher Adel und Bürgertum sagen kom&en* Jede Schicht muß die Totalität des Volkes mitschaffen, zugleich mit ihrem Kampf 105

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