Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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bruders ist, Mitglied der Ortsgruppe zu sein. Die Alten Heinren müssen sich verantwortlich fühlen für die einzelne Arbeit wie K.FL, Scbasfcelarbeit,- K.K.L. Es ist ihre Aufgabe, diese Arbeit innerhalb ihrer Organisation zu überwachen. Ihr habt von Wolff bereits über das Palästina-Projekt geMrt. Die Gefahr eines „Blau-Weiß-Projekts" besteht im K.J.V. nicht Man m<nfl versuchen, für Kapitalsanlagen, wenn uns die Möglichkeit gegeben wird, ern Projekt, ähnlich wie das Brünnsche, zu schaffen. Dies muß vom Karteil aus geschaffen werden. Weiter gehört hierzu berufliche Unterstützung unserer Buncksbrüder in Palästina als Mittel zum Zweck des Palästina-Aufbaus. Es bestehen Gefahren in gedanklicher und wirklicher Assimilation mehr denn je und ein starkes Kartell bildet ein Gegengewicht nnd eine Arbeitsbasis. Man muß auch mit den Bedürfnissen des jüdischem Volkes in der Galuth rechnen: Gemeinde-Politik und Logen-Arbeit müssen ihre Klärung in der Altherrenschaft finden. Eine Altherrenschaft, die nicht fundiert und ohne Spannuigjsgefühl ist, wird in dieser Arbeit unterliegen. Eine starke Altherrenschaft dagegen wird stets den Grundpfeiler der zionistischen Arbeit in Deutschland hüiBen. ' ■ In der-Generaldebatte unterstreicht Bbr. Jacobi I die Wichtigkeit der von Bbr. Hans Anton Wolff geforderten Durchführung des Palästina- Projekts, das sehr wohl geeignet sei, uns wenigstens in die Na&e von Palästina zu. bringen. - Bbr.Gurewitsch weist darauf hin, daß dieses Präsidium uns einen großen Schritt vorwärts gebracht hat. Aber seit 10 Jahren haben wir dieselben Altherren-Probleme, Der Erfolg sei hauptsächlich «ahe Arbeit der Aktivitas, trotzdem ihre Erziehung nicht genügend sei. Eb fehlt an einem Erziehungsziel, Die Erkenntnis der Verbundenheit mit Palästina müsse auch zu einem intensiveren Studium der Palästina-Fragen in der Wirtschaftspolitik und Soziologie führen. Es gibt genügend Bücher und Zeitschriften, djie auch dem jüngsten Aktiven zugänglich gemacht werden könnten." Uns tut keine Führer-Erziehung not, sondern Kollektiv-Erziehung. In Palmtina fehlt der Volksschullehrer. Gerling: Wer nicht geborener Zionist ist, wird es nie werden. Es darf nicht irgend ein Jemand sein. Man hat bei uns keinen. Untemicht zu geben, sondern muß Menschen packen. Wenn wir nicht Menschen zum „Wollen" brin- . gen, haben wir nichts erreicht. Wie erzeugt man diese innere Spannung? Wir haben praktische Vorschläge gemacht. Wir haben die Hehrääsierung nicht als Selbstzweck vorgeschlagen. Wir wissen, daß es ein Stern im Gesamtgebäude des Zionismus ist. Ich gebe zu, daß viele unserer Leute unsicher sind. Aber $a> schlecht, wie man es hinstellt, ist es nicht. Es ist doch manches erreicht worden. Für die alte Generation war Ideologie die Rechtfertigung und praktische Bewährung in der feindlichen Umwelt. Unsere Lage ist andern Wir stehen _.. nicht in einem solchen Kampf. Wir haben dagegen in anderem Bewegungen unsere Bewährung zu suchen. Also Praxis in den Schülerbünden. Auseinandersetzung mit Kommunismus usw. Wir müssen aber die Methode gegen früher ändern. Der Vorwurf der Volksfremdheit trifft uns nicht. Unsere Forderung bedeutet doch hineingehen in die Masse. * 103