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Der jüdische Student · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
28 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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brauchen wir den Schülerbund. Politische Bünde und Gruppen gehen einen anderen Weg und haben auch anderes Menschenmaterial wie die Jugendbewegung. Wir müssen bei Schülerbünden vom Leben ihrer lkwegung ausgehen, wollen untersuchen, wie sie zufrieden sind mit Schiib?. Politik und Elternhaus. Wenn wir diesen Weg gehen, können wir uns einen zionistischen Nachwuchs schulen. Die zionistische Entscheidung schließt auch ein die Wahl des Berufes. Für den Aufbau Palästinas gibt es eine Reihe rar Berufen, die unzweckmäßig für Palästina wie auch fürs Galuth sind. Hier isä Umsicht notwendig; eine ungeheure zionistische Aulgabe. Durch die Emanzipation der Frau hat die Einreihon* zionistischer Studentinnen andere Formen angenommen als vor zwanzig bis dreißig Jahren. Man braucht Mädchen für die Arbeit und den Aufbau Erez Issels. Und nun das Palästina-Projekt: Wir wollen dbch, daß der einzelne Mensch die Palästina-Entscheidung ernst nimmt. Es gÖti einen größeren Kreis von Menschen, die aus objektivem Wollen nicht heri&ergehen. Aber auch dieser Kreis muß verbunden sein mit den Menschen drühm. Wir haben Euch das Projekt vorgeschlagen, und es ist wert, sich hierfür aanzusetzen und hierdurch Kräfte des K.J.V. nach Palästina zu bringen, um dort zu kolonisieren. Es besteht beim Kartell heute eine tiefere und engere Beziehung zu Palästina, eine Palästinawärme und dadurch ein konkreteres Interesse- Die Formen gewinnen an Wichtigkeit und entscheidendem Inhalt Die Sbrmen dieses neuen Lebens können dann auch den Entschluß von Menschen herbeifuhren. Das Palästinaprojekt muß werden, es gibt nicht mehr die -Möglichkeit, sich hierüber auseinanderzusetzen, wenn wir beim Aufbau des Laufes stehen. Das ' KJ.V. hat eine klare Aufgabe, die Erfassung des deutschen Judentums für Palastina-Aufbau mit jüdischen Inhalten und zionistischen Inhalfen. Es müssen alle Kräfte des K.J.V. eingesetzt werden, und sie können engesetzt werden in diese Arbeit. Früher einmal haben wir bei Diskussionen mit deutschen Juden versucht, geistige Ideologie zu vermitteln. Heute willen wir mehr sein als Ideologen;. wir wollen den zionistischen Weg gehen, der Leben bedeutet, wir wollen den Weg gehen zum praktischen Aufbau rMästinas. Ihm folgt das Referat von Bbr. Paul Hirsch über „Altherrenw&cBeit" (Auszug). Dieser Kartelltag ist ein Arbeitskartelltag. Auch die AHkerrenarbeit ist eine Frage des täglichen Lebens für ein Kartell. Schon auf dmi 1. Kartelltag 1919 nach dem Kriege hat Martin Ascher in einem grundlegenden Referat vieles gesagt, was noch heute zutrifft. Es ist schwer, etwas Seues dazu zu sagen. Es ist nur notwendig, daß der Versuch gemacht wirß, die Dinge zur Durchführung zu bringen. Die Altherrenarbeit geht von zwei "Voraussetzungen ans: Bundesbrüderlichkeit und Zionismus. Sie sind nicht Gegensätze, bedingen aber einander. Eins ohne das andere ist für das Karteil nicM möglich. Das Urteil von Wolff über die zionistischen Kräfte der Altherrjemchaft ist aber nicht ganz zutreffend. Wir dürfen nicht vergessen, daß eine große Zahl der Besten im Kriege gefallen ist, an die große Schar, die vesagt, wird man immer wieder herantreten müssen und können. Wir dürfen nicht vergessen, daß ein Prozentsatz Alter Herren die Träger der zionist&sshen Arbeit in Palästina sind.. Und das sind nicht die Schlechtesten. Man muß sehen, was der Einzelne leistet.

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