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Der jüdische Student · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
28 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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will euch lieber ein Programm vorlegen- Aufgabe der Aktivitas ist, sich für die Umschichtung vorzubereiten« Wir haben mehr als hundert Bundesbrüder in Palästina, die Führer im Zionismus und zum größten Teil aus dem Kartell hervorgegangen sind. Wenn wir aber die Qualität in Betracht ziehen, müssen wir an der Erziehung des Kartells zweifeln. Vielleicht war sie in der früheren Zeit notwendig und richtig. Esist fraglich, ob die Erziehung in dieser Zeit heute noch richtig ist. Das alte Kartell wurde erzogen im Korporationsgeist. Man muß heute unseren Menschen ein klares Bild vom Zionismus geben, dann werden die Einzelnen auch ihren Mann stehen und ihre Pflicht erfüllen. Den Einzelnen fehlt die klare Aufgabe, wo zu arbeiten ist. Die Bindung im Beruf ist zu schwierig. Es fehlt die dynamische Kraft. Auch viele große Menschen sind positiv geworden. Veranstaltungen besuchen sie gelegentlich. Aber das kann uns nicht genügen. Wenn wir beim Aufbau Palästinas und bei der Erfassung des deutschen Judentums für Palästina versagen, haben wir im entscheidensten Punkt versagt. Wir müssen eine Leistung für diese Verpflichtung erzielen. Es ist wichtig, über Detailaufgaben zu sprechen. Die jüngere Generation will mitarbeiten können an diesem Aufbau mit allen Kräften. Für das Erziehungsprogramm habe ich drei Forderungen: Hebräisch! Schülerbünde! Erfassung der zionistischen Mädchen! Das ist der erste Schritt, nicht letztes Ziel- Man kann nicht alles auf einmal machen und soll sich zunächst auf eine Aufgabe beschränken. Hebräisch ist eine notwendige Forderung! Wir haben den Wunsch, daß ein Beschluß gefaßt wird, daß man nur AH. nach abgelegtem hebräischem Examen sein kann« Wir sind bei diesem Entschluß von der Voraussetzung ausgegangen» 4aß man das Hebräische wollen muß. Die jüngere Generation muß diese Verpflichtung auf sich nehmen. In Berlin nahen wir diese Arbeit versucht. Sie ist nicht gut gelungen- Man hat sich vor der Arbeit gedrückt- Wir haben die Arbeit aber doch versucht, weil wir der Ueberzeugung waren, daß sie durchgeführt werden muß. Wir sind der Ansicht, daß die," die nicht mitgehen wollen, nicht mitgehen können. Hossafah ist ein .Versuch, kein Resultat. Einige Bundesbrüder haben mit Leidenschaftdiese Arbeit in Berlin getragen. Ich möchte daran erinnern und darum bitten, daß alle, die Kenntnisse gewonnen, haben, ihre Mitarbeit für die Zeitschrift zur Verfügung ■ stellen. Die Sprache ist keine vollkommene, aber es muß und kann jeder mitarbeiten. Es muE nicht bestes Hebräisch sein, aber der Weg muß erobert werden. Als. zweites die Schülerbünde. Die meisten Verbindungen bei uns können Nichtzionisten nicht erfassen. Die objektive Frage des Zionismus wird schon im frühen Alter diskutiert; die Menschen, die auf die Hochschulen kommen, haben schon eine bestimmte Auffassung von dem Weg, den sie gehen wollen. Im K.J.V. besteht nicht mehr die unpolitische Fundierung von früher. Der zionistische Standpunkt kann oft vor anderen Kreisen nicht klar vertreten werden- Dies ist eine Sorge. Ein Mittel dagegen ist der Debating Club; wir müssen hier die EntPolitisierung des K.J.V. versuchen. Aber Argumente können nicht überzeugen, wenn dahinter nicht der Wille und die Leistung stehen, die erschüttern und ergreifen. Der Wunsch, der Erzieher der Jugend zu sein, ist nicht gelungen. Jugendbund-Arbeit erfordert ganzes, ausschließliches Miteinanderleben» das aber schließlich herausführt aus dem K.J.V. Trotzdem ist es Pflicht, diese jüdische Jugend zionistisch zu erfassen. Deshalb 100 s

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