Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
28 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3537599-3537820-3537823--7927-3545977
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

bedarf hierfür längerer Zeit und der Schulung durch Schüler-VjedBindungen. Durch die Erziehung in diesen Verbindungen müssen wir Kreise Heranbilden, die dann zu uns führen. Das Ueberweisungsressort hatte nicht in allen Teilen Erfolg zu verzeichnen. Die Beschlüsse des Ueberweisungsressorts müssen ihrchgeführt werden. Wo Weigerung geschieht, müssen alle Mittel angewandt werden, um die Anweisung des Ressorts durchzuführen. Das Berufsress oxtt hat kerne nennenswerten Erfolge. Es muß richtig organisiert werden. Wir 3sben schon in einigen Sitzungen einen gründlichen Plan erörtert. Mit Bedauennmuß beim Palästina-Ressort festgestellt werden, daß es nicht möglich war, einen engeren Konnex mit den Bundesbrüdern in Palästina zu erhalten. Die Beteiligung an der Reise, die das K.J.V. veranstaltet hatte, war sehr schwach. Die Fühlungnahme mit den palästinensischen Bundesbrüdern ist dringend notwendig. Es muß unsere Aufgabe sein, möglichst viele Bundeskttider nach Palästina zu bringen, daß sie dort studieren oder ihre Ausbildung fördern. Diese Ausbildung muß durch die Presse propagiert und auf die Schillern aller K.J.V.er verteilt werden. Es besteht hierfür immer eine große lustimmtmg» aber die praktische Durchführung ist eine Enttäuschung durch die geringe Beteiligung. Wir haben Zeichnungen hierfür von nur ungefähr hunfct Leuten bekommen. An diejenigen, die überhaupt nicht oder zu wenig gezeichnet haben« werden wir noch einmal herantreten. Die Ansiedlung muß anter allen Umstanden gefördert werden. Dies ist natürlich nur dann möglich, wenn in Palastina ein Projekt vorhanden ist. Dies zu suchen ist dringendste Aufgabe. Es soll.als Projekt des K.J.V. propagiert werden. Das Erziehungsressort ist die problematischste Aufgibe. Eine abschließende Arbeit konnte nicht geleistet werden, hat aber für ehe Jahr bedeutende Erfolge zu verzeichnen. In bezug auf Hebräisch lsennen ist besonders in Berlin etwas Positives erreicht worden. Es hat sich ein Hebräisch sprechender Kreis gebildet. Und man hofft, daß die Hebräisiezmg weiter fortschreitet, so daß nach und nach eine hebräisch sprechende A&£vitas geschaffen wird. Das wird zur Folge haben, daß die Altherrenschaft sich enger zusammenschließen wird. Es wird ein Antrag angenommen werden, daß Mitglieder des K.J.V. am Ortsgruppenleben aktiven Anteil nehmen unü sich der Organisation anschließen müssen. . In diesem Jahre tauchten bei uns Gedanken der Formulierung unserer Bundesidee auf, Fragen von kollektivistischer - oder individualistkmer Erziehung. Aber letzten Endes sind diese Diskussionen nicht entschei&nd. Wir haben keine erstarrten Formen. Voraussetzung ist und bleibt die Lektung des Kartells und sie wollen wir verwirklichen. Die Form bleibt euch Hierlassen. Wir wollen alle gemeinsam der Idee des Zionismus dienen, ihm im Kartell eine Waffe für seinen Kampf erhalten. Ueber die Reinhaltung Üeser Idee wollen wir stets wachen. Hierauf erhielt Hans Anton Wölfl das Wort zum Referat über .»Eaziehungsarbeit". Meine Aufgabe heute ist es, über das Erziehungsprogramm dm Kartells, zu sprechen, über das Programm, das das Erziehungsressort für das Hart eil für geeignet hält. Ich unterlasse es, hierzu prinzipiell Stellung zu nefmen. Ick 9*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.