Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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gehen werden, so geschieht das in der Hoffnung, daß sie aufgehen werden in dem Autbau Erez Israels und teilhaben an der großen Erneuerung unseres Volkes. Wir wollen aus diesem Karteil Menschen besonderer Qualität liefern, die für ihre Bundesbrüder geradestehen, menschlich und zionistisch. Bbr, Paul Hirsch stellt nunmehr die Präsenzliste fest. Es sind Vertreter sämtlicher Aktiven-Verbindungen anwesend. Von den Altherren-Bünden fehlen nur Kadiraah-Bonn, Zephira-Breslau, von den Bezirksverbänden fehlen Ober- und Niederschlesien. Rheinland, Südbayern, Groß- Berlm und Landesverband Erez-lsrael. Auf Vorschlag des Präsidiums werden folgende Bundesbrüder in das Präsidium des KartelJtags gewählt: Egon Rosenberg, Unna (Hamburg, Kurt Blumenfeld, Czapski und Lichtheim. Es wurden dann der Ehrenrat, Mandatsprüfungs-Kommission, Finanzkommission und die Resolutions-Kommission gewählt. Hierauf beginnt der Rechenschaftsbericht von Egen Rosenberg. Wenn ich nach Ablauf des Kartelljahres vor Euch über die Arbeit des Präsidiums berichten soll, so muß ich zunächst einmal sagen, daß ich nach Ablauf dieses Jahres empfinde, wie kurz so ein Jahr in Anbetracht der Fülle der Aufgaben ist, Es ist nicht zu erwarten, daß ich nach Ablauf dieses Jahres einen geschlossenen Bericht geben kann, der diese Arbeitsepoche abschließt. Es sind eine Menge von Versuchen gemacht worden, die nicht zu Ende geführt werden konnten. Wenn wir zurücksehen auf die Situation des vorigen Kartelltages, so ergibt sich von selbst, welche Fülle von Arbeit die Leitung in jenem krisenhaften Augenblick übernommen hat. Es bestand die Gefahr, daß das Kartell auseinanderbricht. Die Bundesbrüder teilten sich in zwei Parteien außenpolitischer Tendenz, Auch nach innen herrschte in bezug auf Erziehung weitgehendste Dissonanz. Wir wollten den Versuch machen, das Kartell wieder zu Bundesbrüderlichkeit und Einheit zu bringen. Die innerzionistischen Probleme werden besprochen werden. Sie werden aber das Kartell nicht spalten. Die Zustände bei der Altherrenschaft, die wir beim Dresdener K.T. übernahmen, waren derart, daß wir wußten, wir können sie in einem Jahr nicht völlig ändern. Aber wir konnten ihr doch "gewisse Impulse geben. Drei Aufgaben hat das Präsidium erfüllt: W;ir haben die Einheit im Kartell vor Spaltungstendenzen bewahrt. Wir haben den Mitgliedern des Präsidiums gewisse Dinge als Aufgabe gestellt und so ihre Mitarbeit erleichtert und ermöglicht. Durch die Koalition war es jedem Mitglied möglich, uneingeschränkt und ohne Bindung sein Bestes zu'tun und so die Arbeit aufrechtzuerhalten. So hat sich in dieser Arbeit gezeigt, daß es nicht unmöglich ist, daß in einem Kreis befreundeter Menschen auch Bundesbrüder, die der politische Weg nicht bindet, eng zusammen arbeiten können. Ein Mittel, um die Einheit durchzuführen, sind die von uns sehr häufig unternommenen Reisen in die Verbindungen. Wir verfolgten überall die Tendenz, Kartell- und zionistische Arbeit in die Kreise hineinzutragen. Und wir haben dies mit Erfolg versucht. Es wird der Versuch gemacht, die Altherrenschaft in allen Orten neu zu beleben. Es wurden neue Bünde gegründet und versucht, die Altherrenschaft zu aktivieren und zu zusammen-