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Der jüdische Student · 1931-02-01 · Heft 2 (Februar 1931) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
28 (1931)
Issue
Heft 2 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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Anfänge gezeigt (halben, in sich die Möglichkeiten neuer Formungen. Mit dieser Arbeit sind wir in letzter Zeit schon etwas vorwärts gekommen, es bleiben uns Aufgaben zur inneren Ausgestaltung und äußeren Organisierung. In der Ho&safa, die noch in den ersten Anfängen steckt, soll das junge Kartell sich ein hebräisches Organ schaffen und ausgestalten. Es kommt hinzu die Organisieruinig der jüdischen Schüler. Diese Aufgabe ist dringend, denn man kann leicht feststellen, daß die Majorität der jüdischen Jugend in Deutschland sich außerhalb der Jugendbewegung befindet und notwendigerweise vom jüdischen Standpunkt aus gesehen mit dem Aufgehen in dem Leben der Umgebung immer mehr verlieren muß, was ihr noch an jüdischen Bindungen vermittelt wurde. Dazu kommt weiter, daß man auf diese Jugend n'ooh hinsichtlich ihrer Berufswahl einwirken kann. Man muß! sie bei der heutigen Lage in diejenigen Berufe zu führen versuchen, die besser als die -unseren im Hinblick auf Palästina und auch für die wirtschaftliche Struktur des deutschen Judentums gelagert sind. Eine Arbeit, für die sich im vergangenen Jahr schon starke Kräfte geregt haben, ist die Organisierung und iZiomisierung der jüdischen Studentinnen. Wer die Situation an den deutschen Hochschulen kennt und sieht, daß unseine .große Zahl wertvoller jüdischer Mädchen' in den» Kreisen der Kommunisten und Sozialisten verlorengeht, weniger vielleicht aus natürlicher iNeiguog als durch unsere Unachtsamkeit, der sieht die Notwendigkeit ein, auch an diese Aufgabe mit §anzem Ernst zu gehen. 'Esi ist banal', ja ein Gemeinplatz, daß 'die Emanzipation der Frau eine Tatsache ist und da'ß es Gleichberechtigung gibt. Aber während man es sagt, weigert man sich, daraus irgendwelche Folgerungen zu ziehen. — Wir brauchen uns nur das. Heim unserer verheirateten Bundesbrüder anzusehen, wo in der Mehrzahl die Frau am zionistischen Geschehen desinteressdert ist und ihren» Mann in versteckter aber ausdauernder Arbeit von der Bewegung wegzieht. Es gilt die Einwirkung der Alfherren schalt auf die Aktivitas und den Einfluß von dem Leben der Aktivitas auf das Leben der Altherrenschaft. So müssen aus jeder Aktivitas immer von neuem starke Kräfte nachwachsen, Kräfte, die geeignet sind, einen Stoßtrupp bewußter Arbeiter in der Altherrenschaft zu bilden. Auch die Arbeit der Altherrensehaft muß neu .gestaltet werden. Heute sind es einzeline, die im 'zionistischen iParteileben führen, einzelne, die Ortsgruppen leiten, für Keren Hajessod werben usw., auch in den Gemeindeverwaltungen, Logen und anderen jüdischen Verbänden zionistisch zu wirken .Versuchen. iNicbts' soll gegen diese Arbeiten gesagt werden, aber wir ictfüssen zu einer Aktivierung einer viel größeren Zahl unserer Alten Herren kommen, und die einzelnen Arbeiter müssen in Verbindung miteinander stehen und nach einheitlichem Plan vorgehen. im Kreise unserer Altherrenschaft muß die jeden erwachsenen Zionisten so eng angehende Frage der 'Erziehung der eignen zionistisehen Kinder dm Galuth besprochen werden. Bei uns muß man die Mittel und Wege finden, hebräische Kindergärten zu schaffen, jüdische Schulen zu gründen. Unsere 24

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