Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1931)
- Date
- 1931-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Gegner gbui d<a>uernde n Anhänigeirn der zionistischen Sache machen» Eine kollektivistische Erziehung (bietet die denikbar ungünstigste B>asis, Führer dieser Art 'hervorzubringen. Sie kann nur einmalige® Erlebnis, vorübergehende Begeisterung hervorrufen, Sie führt mit Notwendigkeit dahin, daß der junge Zionist die Gewinnung von Anhängern für die Gesamtb eweg u n .g vernachlässigt, um seine Zeit für Protestversammlungen und Zeitungsartikel zu verwenden, .durch die er Freunde iür seine ei ig e n e Parte i wirbt. -Dies nun sind unsere Forderungen: 'Die Keilarbeit hat sich allein auf Nichtzionisten zu erstrecken, Zionisten kommen von sellbst, und mehr, -als gut ist. Bei Rezeptionen sind strengste Maßstäbe anzuliegen. Menschen, von denen man weiß, daß sie zu ernster Arbeit nicht fähig oder nicht gewillt sind, müssen rücksichtslos zurückgewiesen werden. Sie brauchen deshallb durchaus nicht dem Zionismus zu entgehen. Es gibt 'genug /Bünde und von Parteien inspirierte Gruppen, die Beifallsruf er und Anhäniger der Partei um der Partei, nicht um der Sache willen, brauchen. fMJöigen die von uns Abgewiesenen, wenn sie sich noch jung genug fühlen, in die Jugend'biünde gehen, wo es gilt, Massen zu gewinnen und wo Entpersönlichung nur von Vorteil ist. Wir aber im Kartell haben die Erziehung des einzelnen zu vertiefen und seine Persönlichkeit in jeder Hinsicht zu entwickeln. Ein wichtiges Mittel dazu ist die Ueberführung des „Konnexes" aus Konventsreden in die Wirklichkeit. Nicht Parteisekretäre wollen wir 'heranziehen, .sondern Führer und Arbeiter für die zionistische Bewegung. Zum Schluß noch ein Wort über die Mädohengruppen. Sie bedeuten für die Verbindungen nur eine Belastung. Denn die ruhige Kontinuität unserer Arbeit wird durch sie gestört, unsere Kurse usw. werden überfüllt, aber nicht besser. Das, was man vor allem mit den Mäddhenigruppen erstrebte: Herstellung einer engen Gemeinschaft zionistischer Mädchen und Jungen, kann nicht durch ein oder zwei gemeinsame Veranstaltungen erreicht werden. Die Bundesbrüder, die früher einen Kon* taikt mit /Mädchen im 'allgemeinen und Jüdinnen im besonderen suchten, fanden ihn auch ohne K.J.V.-iMädöhengruppen, und die übrigen stehen jetzt noch so abseits wie im Anfang. Die schon bestehenden Gruppen überlasse man sich selbst. Erhalten sie sich a,us eigener Kraft, mag man sie dem Kartell angliedern; zerfallen sie, ist das auch kein großer Schaden. Die FrauenoTiganisationen können .die zionistisch ernsthaft Interessierten ebenso gut erfassen wie wir. Die hier vertretene Meinung, innerhalb des Kartells: sei eine Erziehung zum Kollektiv 'falsch und für die zionistische Sache schädlich, ist nicht sehr populär: sie entspricht ja nicht der Mode. Man wird mit dieser Parole, das ist wahr, 'keine Massen in unsere Verbindungsheime locken. Aber; man Wird dem Zionismus wertvolle Menschen schaffen, ihm nicht schwankende Quantität, sondern gefestigte Qualität (gewinnen. Immanuel Kut zi n si k i (fMaccabaea, Berlin). * 7