Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 27 (1930)
- Issue
- Heft 10-11 (November 1930)
- Date
- 1930-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Ergebnis? Nach der persönlichen Seite des bundesbrüderlichen Zusammenhangs zweifellos erfreulich. Zionistisch nicht ganz so ergiebig. Es gibt in unserem Kreise seit Jahren Auseinandersetzungen. Nicht immer waren die Streitobjekte den geistigen Aufwand wert; sie müssen zurücktreten hinter unserer, durch die letzten politischen Ereignisse wieder klarer erkennbar gewordenen gemeinsamen Aufgabe. Jeder ältere K.J.V.er gehört nicht nur dem zionistischen Lebenskreise an, andere Bindungen und Verpflichtungen nehmen mehr oder minder alle in Anspruch. Aber es war immer ein ungeschriebenes Gesetz im K.J.V.. sich in ernsten Situationen des Zionismus zu bewähren. Der heutige Moment scheint günstig zu sein für eine verstärkte Wiederaufnahme der Arbeit seitens der Altherrenschaft des K.J.V. Der Altherrentag hat bei einer kritischen Würdigung noch nicht seinen endgültigen Platz in der Ge- Wladimir Jabotiasky Schichte des K.J.V. Er wird als gut wurde fünfzig Jahre alt. ZU bezeichnen Sein, wenn er den An- (Zeichnung von Jos. Rosenberg, Kadimah) fang einer neuen gesteigerten zionistischen Arbeit des Kartells ist. Viele potentielle Kräfte sind unentwickelt. Bei geeigneter Organisierung gerade der Altherrenschaft könnten die von uns ungenützten Kraftquellen neue starke zionistische Energien erschließen. Herbert Foerder. * Madriavelli über zionistische Politik Meine Meinung ist, daß es besser sei, stürmisch zu sein als bedächtig. Das Glück ist ein Weib, und will man es drunten halten, muß man es schlagen und stoßen. Sieht man doch immer wieder, daß es sich lieber von den Hitzigen als von den Kalten zwingen läßt. Es ist ein Weib und liebt darum die Jungen, die nicht bedächtig, sondern wild und kühn sind und zu befehlen wissen. Principe 25. * 3