Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 27 (1930)
- Issue
- Heft 9 (Oktober 1930)
- Date
- 1930-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3537599-3537812-3537818--7764-3545811- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
fassend läßt sich sagen, daß das vergangene Semester trotz mancher Mängel zufriedenstellend gewesen ist. Maccabaea-Berlin. Charge: Hans Schelasnitzky (X)t Herbert Feige (XX), Franz Schlesinger (XXX). Die Verbindung wurde in diesem Semester, da die älteren Bundesbrüder durch Examensarbeiten, zionistische oder K.J.V.-Arbeit in der vollen Aktivität gehindert waren, hauptsächlich von der jüngeren Generation der Maccabaea geleitet. Es hat sich dabei gezeigt, daß ein fester Stamm von jüngeren Bundesbrüdern, die zur Arbeit wert und imstande sind, sich allmählich herausgebildet hat, wenn er auch noch nicht stark genug ist, um allein die Fortführung der Maccabaea zu sichern. Vor allem wurde unter diesen Bundesbrüdern ein enger menschlicher Konnex erzielt, was hauptsächlich das Verdienst der von Bbr. C h i t z e s geleiteten Fuchsenstunde gewesen ist, die in seminarartiger Form betrieben wurde. Dieser Konnex wurde noch gestärkt durch regelmäßige Fahrten und Sportveranstaltungen. Die Fahrten wurden zum Teil zweitägig gemacht, was sich als besonders günstig für das Kennenlernen der Bundesbrüder gezeigt hat. Außer der Fuchsenstunde fanden statt: Ein wirtschaftliches Seminar, hebräischer Unterricht und Auseinandersetzungen über die aktuellen zionistischen Probleme. Die Keilarbeit war schlecht, was allerdings zu einem großen Teil an den ungünstigen Verhältnissen lag, da das von uns erfaßte Material zum großen Teil nicht brauchbar gewesen ist. Es wurden 2 Rezeptionen erzielt. Im Laufe des Semesters mußte die 1. Charge Bbr. Singer übernehmen, da Bbr. Schelasnitzky Berlin verließ. Die Arbeit war im ganzen zufriedenstellend, und es sind Kräfte da, die sie weiterführen können. Kadimah-Berlin. Charge: Kurt Manheim (X), Rudi Hecht (XX), Paul Driesen (XXX). Das Semester wurde mit einer Antrittskneipe eröffnet. Es fanden gemeinsame Veranstaltungen mit dem A.H.-Bund der Kadimah statt, auf denen die soeben aus Palästina zurückgekehrten A.H. A.H. Zwirn, Fischer und Spiewakowski Vorträge über die politische Lage und die Situation in Erez Israel hielten. Im Fuchsenkurs gab Bbr. Hecht einen Gesamtüberblick über die mit dem Zionismus zusammenhängenden Probleme und die Entwicklung der zionistischen Idee und Politik. In Kommentfuchsenstunde und Kartellgeschichte unterrichtete A.H. L e w i n. Es fanden Pressereferate und Vorträge statt, auf denen hervorragende zionistische Persönlichkeiten Berlins referierten. Größeres Gewicht wurde wiederum auf gesellschaftliche Veranstaltungen gelegt. Außer Sonntagsausflügen, Sport und einem gemütlichen Abend bei einem Alten Herren, vereinigte die Bundesbrüder ein größeres Sommerfest der Aktivitas am Müggelsee. Die Kadimah versucht, in ihrer ganzen Einstellung die Bundesbrüder zu verantwortungsbewußten Zionisten zu erziehen. Sport-V.J.St.-Berlin. Charge: Mischa Segall (X), Felix Bergmann (XX). Die Zusammensetzung der Verbindung erschwerte das Arbeiten außerordentlich, da es an älteren aktiven K.J.V.ern fehlte, die durch ihr Wissen 45