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Der jüdische Student · 1930-05-01 · Heft 4-5 (Mai 1930) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
27 (1930)
Issue
Heft 4-5 (Mai 1930)
Date
1930-05-01
Page
[Seite] (sequence 38)
Language
German
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aber andererseits, daß wir sie machen sollten. Nach meiner Schätzung war diese Tour mit ca. 100—150 RM. Mehrkosten verbunden* Vor allem war kein exakter Preis mit dem Palästina-Lloyd vereinbart. Der Palästina- Lloyd verlangte von uns ca. 25 Lstrl. Die Folge war, daß die Tour vollkommen auseinanderfiel; alle Leute erklärten, es wäre zu teuer, und wir saßen nun in Haifa, am Beginn unserer Fahrt, mit der Aussicht, daß jeder allein durchs Land reiste. Es ist uns dann gelungen, durch völliges Umstoßen der Tour mit dem Palästina-Lloyd zu einer neuen Vereinbarung zu kommen, in der der Palästina-Lloyd statt 25 Lstrl. 12,10 Lstrl. forderte, allerdings den Aufenthalt in den Städten nicht mit eingeschlossen (wo die meisten von uns bei K.J.V.ern wohnten). Man hat dabei z. B, einen Führer für volle drei Wochen engagiert, der also von Bairut bis zur Abreise führen sollte. Eine u. E. völlig sinnlose Maßnahme, denn der Führer konnte uns weder in Haifa, noch in Tel-Aviv das geringste nützen, auch nicht in Tiberias. Auch in Jerusalem haben wir ihn höchstens zwei Tage gebraucht und die übrigen fünf Tage war er völlig überflüssig. Die neue Vereinbarung mit dem Palästina-Lloyd sah eine Reduktion der Führertätigkeit vor. Ob und wieweit daraus aber noch Ansprüche gestellt werden, weiß ich nicht, denn der Führer soll fest engagiert gewesen sein. Daß der Führer engagiert worden ist, bevor man eine exakte Abrede für die Reise hatte, ist zweifellos ganz falsch. Das Programm der diesmaligen Reise und die erfolgten Abänderungen erseht Ihr aus der Aufstellung. Soweit wir dies übersehen können, möchten wir empfehlen, künftig dieses Schema beizubehalten. Die Einteilung scheint im großen ganzen richtig zu sein. Der längere Aufenthalt in den Städten hat uns die Möglichkeit gegeben, ausführlich mit Bundesbrüdern zu sprechen. Allerdings dürfte der Aufenthalt in Jerusalem um etwa zwei Tage zu kürzen sein, vielleicht würden auch für Haifa zwei Tage genügen. Dafür wäre es richtig, einen Tag mehr für die Scharon-Ebene und auch vielleicht noch einen Tag für die Kwuzoth in der Richtung Rechoboth, im Norden Metulla, Tel Chaij, Mfar Gil'adi vorzusehen. Wir waren durch die Feiertage und die Bibliothek-Einweihung, die wir mitmachen wollten, etwas gebunden. Geändert werden muß die Fahrt von Tel-Aviv nach Haifa insofern, als sie nicht im Auto, sondern in der Eisenbahn gemacht werden muß. Jedenfalls haben wir dadurch erhebliche Zeit verloren. Allerdings, wenn man einen Tag mehr rechnet für die Scharon-Ebene, dürfte sich das vielleicht ausgleichen. Ich unterstelle eine reichlichere Beteiligung für später; in diesem Falle dürfte es sich empfehlen, eine etwas variable und labilere Aufmachung der Tour vorzusehen. Ich denke mir dies so, daß ein Teil der Bundesbrüder z. B. über Aegypten fährt, aber dann in Aegypten etwas länger bleibt. Die Zeit von zwei Tagen ist außerordentlich kürz, und es ist m. E. völlig sinnlos, über Bairut zu fahren, viel praktischer vielmehr von Kairo aus direkt nach Haifa, was m. E. mit Rücksicht auf die Reisekosten Bairut—Haifa nicht viel teurer ist; jedenfalls kann man dadurch volle zwei Tage Zeit sparen, die man sonst von Kairo über 38

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