Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 27 (1930)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1930)
- Date
- 1930-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 77)
- Language
- German
- Belongs to
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kommission nach Weihnachten ihre Arbeit aufnahm, sind unsere Keilerfolge sehr gering. Es ist einerseits darauf zurückzuführen, daß unsere Keilfüchse größtenteils Primaner waren, die erst das Ende der Abiturprüfungjen abwarten wollen, bevor wir eine bindende Zusage von ihnen erhalten. Die Keilerfölge der Winterarbeit werden wohl erst zu Beginn des Sommersemesters deutlich werden. Großen Wert legten wir auch auf Außenarbeit, Beteiligung an der Arbeit in Jugendbünden und im Nationaljüdischen Judenrhig, Intensivierung der Keren Kajemeth-Arbeit in Breslau und in der Provinz. Die Beteiligung unserer Bundesbrüder an der geplanten zionistischen Hochschulgruppe wird auch erwartet, sobald über die Gründung das letzte Wort gesprochen sein wird. Zur Zufriedenheit entwickelte sich bei uns auch dieses Semester der hebräische Betrieb, da die meisten Bundesbrüder die Sprachschule besuchen. Zwei Bundesbrüder legten im Winter das hebräische Altherren- Examen mit erfreulichem Erfolg ab. Der gesellige Verkehr wurde hauptsächlich durch Veranstaltungen bei Alten Herren, wo sich die Bundesbrüder und A. H. A. H. gemütlich trafen, aufrechterhalten. Bei größerer Anspannung hätte das Semester noch mehr bringen können, obwohl es auch so keineswegs als schlecht zu bezeichnen ist, und wenn sich unsere Bemühungen durch baldige Aktivmeldtingen lohnen werden, können wir mit guten Aussichten ins Sommersemester gehen. L. Rothschild. V. J. St. „Tdiiah"- Kothen. Der für dieses Semester auf dem Schlußkonvent des S. S. gewählte Erstchargierte sah sich gezwungen, wegen Ueberlastung die Charge niederzulegen. Der Eröffnungskonyent wählte daraufhin einen ganz jungen C. C, der sich wie folgt zusammensetzte: Bbd. Martin Freundlich X Bbd. Eugen Wolfsohn XX Bbd. Ernst Wertheim XXX Bbd. Hans Freundlich K. L. Die Bundesbrüder Martin Freundlich und Eugen Wolfsohn wurden zur Uebernahme der Charge geburscht. In der ersten Hälfte des Semesters ließ die Arbeit zu wünschen übrig, da die Charge sich erst einarbeiten mußte. Durch Erhöhung der Zahl der Veranstaltungen von zwei auf drei Abende pro Woche gelang es uns noch, die Arbeit fruchtbar zu gestalten. Al9 regelmäßigen Kurs gab der K. L. einen Ueberblick über die alte jüdische Geschichte. Ferner hatten wir einen Vortragszyklus über Palästina, der größtenteils von Füchsen gehalten wurde. Zur Orientierung über die aktuellen Ereignisse im Zionismus stieg alle drei Wochen ein Pressereferat. Außerdem hörten wir noch Vorträge ideologischen Inhalts. Besondere Fuchsenkurse wurden nicht gehalten. Leider ist es uns noch immer nicht gelungen, die Frage des hebräischen Unterrichts zu lösen. Unsere Be- 77