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Der jüdische Student · 1930-03-01 · Heft 3-4 (März 1930) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
27 (1930)
Issue
Heft 3-4 (März 1930)
Date
1930-03-01
Page
[Seite] (sequence 52)
Language
German
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Lösung, zweitens können wir ihm nicht die Annahme des Amtes zumuten, wenn hinter ihm nicht alle* A. H. stehen, die sagen: Da9 ist jetzt der gegebene Repräsentant. Für einen Teil ist das der Fall, für einen anderen Teil aber nicht. Nun1 zum Schluß, wenn ich aus meiner persönlichen Auffassung heraus noch etwas Grundsätzliches zu einer Lösung sagen soll: Wenn Ihr nicht den Vorschlag Gerling und Wolff haben wollt, dann würde ich es für das natürlichste halten, wenn Ihr einen Präsiden aus unserem Kreise fordern würdet, der allerdings ohne Rechenstift und Geometrie Mitarbeiter aus allen Lagern heranziehen würde. Jeder ist uns willkommen. Czapski: Der Bericht von Tuchler mit der Ansicht, daß ein junges Präsidium gebildet werden soll, erscheint zunächst bestechend. Leider liegt darin ein Fehler. Schon in einem Punkt besteht nicht Einigkeit, denn Gerling will nicht. Ich will darstellen, wie wir jetzt und vorher zu verhandeln suchten. Ich trat für Verständigung ein. Es gibt seit längerer Zeit zwei Gruppen. Ich hielt es für richtig, den Versuch zu machen, beide wieder zusammenzufassen in einem gemeinsamen Präsidium. Wir hielten das für möglich, wenn sich ein Bundesbruder fände, der nicht festgelegt ist und zu dem das Kartell Vertrauen haben könnte. Ich verhandelte mit Tuchler, Schloß usw. und wir erklärten es immer für einen Jammer, hier wieder zwei Listen aufzustellen- Wir bedauerten nur, keinen Bundesbruder zu finden, der bereit und fähig wäre, die beiden Gruppen zusammenzufassen und eine Befriedung herbeizuführen. Wir baten deshalb Neumann, Ascher und andere um Annahme, die aber leider ablehnten. Da gelang es, Egon Rosenberg zu finden, der unter bestimmten Voraussetzungen, nämlich wenn das Vertrauen beider Gruppen ihn tragen würde, es übernehmen wollte, das Präsidium zu bilden. Jetzt ist der Kartelltag da, und die beiden Gruppen bestehen weiter. Alle möglichen Vorschläge werden diskutiert. Die Kommission sah nur eine Möglichkeit, wenn sich dieser Bundesbruder an die Spitze stellt, auf den sich alle einigen könnten, vorausgesetzt, daß diejenigen, die hineingehen sollen, sich damit einverstanden erklären. Wir waren erfreut, daß die Aktivitas heute den Wunsch hat, endlich einmal in ein gemeinsames Präsidium beider Gruppen hineinzugehen zwecks Vermeidung der unnötigen ewigen Kämpfe und einen Vorschlag gemacht hat, der dem Vorschlag der Kommission entspricht. Gestern waren wir fertig, und dachten, daß dieses Präsidium gewählt werden würde. Wir haben mit Freuden diese Lösung aus dem Wunsche einer Befriedung heraus akzeptiert. Leider wurde sie abgelehnt. Der Kartelltag muß sich entscheiden, ob nicht dieser Kartelltag endlich eine Bereinigung und einen Schlußpunkt unter all diese Kämpfe finden soll. Ich schlage daher nochmals diese Liste mit Rosenberg als Präsiden vor. Lichtheim: Ich habe mich auf diesem Kartelltag in der Debatte vollständig zurückgehalten, weil ich entschlossen war und bin, nicht wieder das Präsidium zu bilden und die Entscheidung in aller Freiheit und ohne Beeinflussung vor 52

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