Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 27 (1930)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 80)
- Language
- German
- Belongs to
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Selbstverständlich leerten auch dieses Semester alle Bbr., soweit sie nicht im Examen waren, KKL-Büchsen, die Ortsgruppenveranstaltungen wurden ziemlich regelmäßig besucht. Auch im National jüdischen Jugendring waren manchmal einige Bbr. Bbr. zu sehen. Einen Versuch, jeden Sonnabend nachmittag zusammenzukommen und Referate zu halten, kann man als geglückt bezeichnen. Bbr. Bbr., die vor einem größeren Gremium ungern sprechen, trugen hier manches zur Diskussion bei. Abschließend kann man wohl sagen, daß einiges in diesem Semester getan wurde, daß man aber noch lange nicht zufrieden sein kann, besonders im Hinblick auf die Leistungen unserer Burschen und die Kenntnisse unserer Füchse. V Max Wolff X. * Wiederaufnahme in das Kartei!. Wiederaufnahme in das Kartell beantragt: Dr. jur. Iwan Meyer, Berlin W8, Kronenstr. 11. * Erziehungsressort. 1. Es gibt im Kartell etwa 80 bis 100 Inaktive, die längst im Beruf stehen, aber noch nicht A. H.iert sind, weil sie das hebräische Examen nicht gemacht haben. Der Kartelltag setzt eine Kommission ein, welche die Aufgabe hat, die A. H.ierung dieser Bundesbrüder, und zwar grundsätzlich nach bestandenem hebräischen Examen, herbeizuführen. Die Kommission ist berechtigt, den Bundesbrüdern eine Frist zu setzen, innerhalb deren sie die Ablegung des hebräischen Examens nachzuweisen haben. Die Kommission ist auch berechtigt, in besonderen Ausnahmefällen Bundesbrüder zur A. H.ierung vorzuschlagen, die während ihrer Aktivitätszeit nicht genügende Gelegenheit zur Erlernung des Hebräischen hatten, und die auch jetzt zur Nachholung des Versäumten, z. B. durch Mangel eines .hebräischen Lehrers, an ihrem Wohnort nicht in der Lage sind. Die Kommission darf ihre Entscheidungen nur nach Anhörung der Verbindungen, denen die Bundesbrüder angehört haben, und der Bundesbrüder selbst treffen. Den Vorsitz in der Kommission führt ein Präsidiumsmitglied. 2. Das Präsidium soll für das Sommersemester 1930 einen geeigneten Bundesbruder gewinnen, der beauftragt wird, die Sommerverbindungen zu besuchen, um in intensiver Arbeit die durch die Besetzung dieser Verbindungen bedingten Lücken im Fuchsenunterricht auszugleichen. Der Aufenthalt soll in jeder besuchten Verbindung mehrere Tage betragen. Die Arbeit soll im Benehmen mit den Verbindungsleitungen durchgeführt werden. Die Kosten werden vom Präsidium getragen. 3. Das Präsidium wird beauftragt, im Kartelljahr 1930/31 einen Ausbildungskurs für Leiter von Fuchsenstunden durchzuführen. 80