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Der jüdische Student · 1930-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1930) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
27 (1930)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1930)
Date
1930-01-01
Page
[Seite] (sequence 78)
Language
German
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Exameti9 Decharge erteilt werden. An seiner Stelle übernahm Bbr. Fritz Lieber die erste Charge für den Rest des Semesters. Den ersten Teil des Semesters widmeten wir vor allem der Keilarbeit Wir hatten eine Reihe von Keilveranstaltungen, abwechselnd in Form von Vortragsabenden und Zusammenkünften in kleineren Gruppen. Wir erzielten sechs Aktivmeldungen. Demgegenüber stehen zwei Austritte von älteren Füchsen, die sich in die Verbindungsarbeit nicht einfügen konnten. Der Erziehung unserer jungen Bundesbrüder diente die Tendenzfuchsenstunde, die regelmäßig einmal wöchentlich von Bbr. Herbert Glücksmann gegeben wurde. Außerdem hatten wir bis vor kurzer Zeit für die ganze Verbindung einen Kurs von Bbr. Josef Cohn über die Araberfrage. Ungefähr alle drei Wochen fanden Gruppenabende statt. Auf diesen Gruppenabenden wurden verschiedene Fragen zionistischer und allgemeiner Natur im Anschluß an Referate, die einzelne Bundesbrüder der Gruppen hielten, erörtert. Unser Sportbetrieb bestand im Waldlauf mit anschließenden Spielen an jedem Sonntag vormittag. Von Zeit zu Zeit machten wir statt dessen eine Wanderung. Vom Kastenrudern haben wir in diesem Winter aus verschiedenen Gründen abgesehen. Unsere hebräische Arbeit läßt zu wünschen übrig. Zur Durchführung dieser Arbeit hatten wir im Anfang des Semesters zwei Kurse gebildet. Ein Kurs löste sich aber bald wieder auf. Nur einzelne Bundesbrüder daraus gingen in andere Kurse außerhalb der Verbindung über. Der andere Kurs besteht noch, hat jedoch eine geringere Teilnehmerzahl als im Anfang. Außerdem lernen noch einige Bundesbrüder in verschiedenen Kursen und privat Hebräisch. Auf diesen Zweig unserer Arbeit werden wir im kommenden Semester mehr Gewicht legen müssen. Zionistische Arbeit außerhalb der Verbindung leisteten wir bisher wenig. Wir beginnen jedoch jetzt damit und nehmen vorerst an der Büchsenaufstellungsaktion des N.-F. teil. Wir haben eine ziemlich große Aktivitas. Für unsere Arbeit wirkte sich aber die im Verhältnis zu der Zahl der Füchse geringe Zahl aktiver Burschen nachteilig aus, die noch dadurch verkleinert wurde, daß aus beruflichen Gründen nicht alle aktiven Burschen an der Verbindungsarbeit voll teilnehmen konnten. Der Zustand der Verbindung ist im ganzen nicht ungünstig. Vor allem geben unsere jungen Bundesbrüder zu berechtigten Hoffnungen Anlaß. Wir glauben daher, dem nächsten Semester mit Zuversicht entgegensehen zu können. FritzLieberX Hans Glasberg XX * V. J. St. Saroma ~ Frankfurt a. M. Das Semester begann mit dem Antrittskonvent am 30. Oktober 1929. Zu Chargierten wurden gewählt: Hans Seidenberg X, Heinz Waller XX, Walter Eichelberg XXX. Da die meisten Bundesbrüder aus Examengründen Generaldispens hatten und der Erstchargierte als Auswärtiger nicht mit den besonders schwierigen Frankfurter Verhältnissen vertraut war, konnte in den ersten Wochen des Semesters ein gedeihliches Arbeiten nicht zustande- 78

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