Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 27 (1930)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 77)
- Language
- German
- Belongs to
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der Lösung des Problems nicht näher kommen würden. Die Organisation ist so geschaffen, daß sie jederzeit auf das ganze Kartell ausgedehnt werden kann und niemand würde sich mehr freuen als wir, wenn schon der Dresdner Kartelltag jedem dazu wirtschaftlich genügend fundierten Alten Herrn den Beitritt zur Pflicht machen würde. Die Arbeit des Bezirksverbandes stand vornehmlich unter dem Zeichen der Wieder-Eröffnung der Leipziger V. J. St. Hatikwah. Die vorbereitende Kommission zur Wieder-Eröffnung der Verbindung wurde im April eingesetzt. Die Vorarbeiten wurden soweit gefördert, daß es mit Beginn des Winter-Semesters möglich war, die Verbindung ins Leben zu rufen. Obwohl das Präsidium uns nur einen Aktiven von außerhalb überweisen konnte, ist es Dank der Unterstützung einer größeren Anzahl hier ansässiger Alten Herren möglich gewesen, die junge Korporation bereits so fest im zionistischen Leben der Stadt zu verwurzeln, daß wir wegen der weiteren gedeihlichen Entwicklung der Verbindung keine Besorgnisse mehr hegen. Daß wir von der uns jahrelang fehlenden Verknüpfung des Vorortes des Bezirksverbandes mit einer Korporation auch eine ständige Bereicherung unserer eigenen Arbeit erwarten, braucht nicht besonders gesagt zu werden. Den Zusammenhang mit den anderen Orten unseres großen Arbeitsgebietes zu erhalten, bereitet leider noch immer technische Schwierigkeiten. Ein Bezirksverband als organisatorische Einheit kann Gedeihliches nur bei dezentralisierter Leitung erreichen. Solange sich die in Städten wie Dresden, Chemnitz, Magdeburg, Erfurt usw. wohnenden Angehörigen unseres Bezirksverbandes sich nicht wie wir es hier getan haben, als lokale Gruppe des Bezirksverbandes organisieren und ein einzelner die Verantwortung für die Leitung seiner Gruppe übernimmt, werden die Wirkungsmöglichkeiten der Bezirksverbande nur lokalen Charakter tragen können. Innerhalb dieses Rahmens hatten wir zahlreiche Zusammenkünfte und viele von uns benutzten gern und häufig die Gelegenheit, an den Veranstaltungen der Aktivitas teilzunehmen, einzelne hielten Kurse und Vorträge. An größeren Veranstaltungen hielten wir unsere gut besuchten Tagungen in Weimar und Leipzig ab und besuchten erst kürzlich zum zweiten Male in größerer Zahl des Stiftungsfest der V. J. St. Tchiah in Cöthen,. Das Werk der Reaktivierung der Alten Herren hat, wie wir ohne Uebertreibung feststellen können, in unserem Bezirksverband erfreuliche Fortschritte gemacht. Wir gedenken, auf diesem Wege weiterzuarbeiten und erwarten vom kommenden Präsidium, daß es dieser erfolgreich begonnenen Arbeit des alten Präsidiums weiterhin seine volle Aufmerksamkeit widmet. Dem Versuch, dieser Arbeit durch neue „Zielsetzungen" und Experimente zu gefährden, stehen wir ablehnend gegenüber. Loebenstein. R o s e n b a u m. Goldwasser. Wulff. * Ruder ~V. J. St. Berlin. Unser Antrittskonvent fand am 17. Oktober 1929 statt. Die Chargen waren bereits auf dem vorhergehenden Konvent mit den Bundesbrüdern Heinrich Münz (x), Hans Glasberg (XX) und Henrik Domb (XXX) besetzt worden. Mitte Januar mußte Bbr. Münz wegen seines bevorstehenden 77