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Der jüdische Student · 1930-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1930) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
27 (1930)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1930)
Date
1930-01-01
Page
[Seite] (sequence 76)
Language
German
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Unsere Anstrengungen um die Gruppe West der Berliner Zionistischen Vereinigung setzten wir auch in diesem Semester fort, ihre Erfolge befriedigen uns aber noch keineswegs. Auf alle Fälle werden wir weiter diesem Zweige unserer Arbeit besondere Aufmerksamkeit schenken. Es ist unnötig auszuführen, daß wir uns an der KKL-Arbeit rege beteiligen. lieber die ausgedehnte sachliche Arbeit hinaus suchten wir den Kontakt unter den Bundesbrüdern zu stärken. Dazu diente vor allem die Fahrt, weiter die Leibfamilienabende, die die Geselligkeit verbanden mit der Behandlung von außerhalb des eigentlichen Verbindungsprogramms liegenden Fragen. Als besonders geglückte Veranstaltung ist unser Simchath-Thorah-Fest zu nennen, das vielleicht einen Ansatz zu einer neuen Form der Geselligkeit im K. J. V. darstellte. Ein ähnliches Fest soll das Wintersemester abschließen. Max Levy X. * Bezirksverband Mitteldeutschland im K. J.V, Der Bezirksverband Mitteldeutschland kann mit den in der Berichtspanne erzielten Leistungen zufrieden sein. Zu Beginn des Semesters wurde auf einein Konvent der Gruppe Leipzig des Bezirksverbandes beschlossen, daß grundsätzlich jeder Bundesbruder eine im zionistischen Sinne jüdische Arbeit zu übernehmen habe. Es konnte festgestellt werden, daß eine Reihe von Bundesbrüdern bereits in verschiedenen jüdischen Organisationen, wie demwN.-F., Bar Kochba usw. in leitenden Stellungen tätig waren. Andere Bundesbrüder erklärten sich bereit, eine solche Tätigkeit zu übernehmen und haben das Versprechen gehalten. Die Leitung der Kultur-Kommission der Zionistischen Ortsgruppe Leipzig, sowie des „Jung-jüdischen Clubs*' und der Revisionistengruppe befindet sich in den Händen von älteren Bundesbrüderti. Einen bedeutsamen Schritt hat der Bezirksverband im Berichtsabschnitt im Hinblick auf die praktische Durchführung der von Herrn Dr. Pietrkowsky angeregten Kredithilfe getan. Die diesem J. St. beigefügte Satzung, der bereits durch den Beitritt einer Anzahl von Bundesbrüdern ins Leben gerufenen Organisation, ist das Ergebnis eingehender Beratungen, an denen auch das Präsidium teilgenommen hat. Auf der Weimarer Tagung des Bezirksverbandes im Juni v. Js. wurde, nachdem Herr Dr. Pietrkowsky die Richtlinien seines Planes nochmals dargelegt hatte, eine Kommission aus Leipziger Bundesbrüdern eingesetzt, welche einen Entwurf ausarbeiten sollte, den das Präsidium im Kartell zur Diskussion stellen wollte. Auf der Leipziger Tagung des Bezirksverbandes im November konnte die Kommission jedoch bereits berichten, daß man sich entschlossen habe, vorerst probeweise eine Organisation für Mitteldeutschland ins Leben zu rufen, um die Möglichkeit der praktischen Durchführung, sowie die ersten positiven Ergebnisse nachzuweisen. Wir gingen dabei von der Vorstellung aus, daß nur die praktische Probe den Beweis der Lebensfähigkeit und Notwendigkeit der Neugründung erweisen könne, daß wir aber durch Eröffnung einer Debatte in der Kartellöffentlichkeit 76

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