Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 27 (1930)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 70)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Semesterberichte. V. J. St. Hasmonaea - Berlin. Der Antrittskonvent wählte als Charge die Bbr. Bbr. Sommerfeld; Schreuer und Abraham, als Fuchsmajor Bbr. Buch, der infolge von zu starker beruflicher Inanspruchnahme von Bbr. Abraham später auch die dritte Charge übernahm. Es wurde beschlossen, zwei Semesterkurse zu veranstalten, einen Fuchsenkurs unter Leitung von A. H. Czapski und einen Palästinakurs, den A. H. Berliner abhielt. Im Fuchsenkurs wurde in Referaten der Füchse die Geschichte des Kongreßzionismus unter Berücksichtigung der ideologischen Strömungen behandelt, während im Palästinakurs Vorträge über Verkehr, Handel, Industrie, Erziehung, Hygiene und mandatsrechtliche Fragen von den Burschen gehalten wurden. Außerdem führten wir zwei hebräische Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene durch. Großen Wert legten wir auf zwanglose Abende bei A. H. A. H., die sehr zur Erhöhung des menschlichen Konnexes unter den Bbr. Bbr. beitrugen. Außerdem sprachen noch auf allgemeinen Verbindungsabenden die A. H. A. H. Blumenfeld, Kanowitz, Klee, Lichtheim und Kurt Mayer. Wir hatten in diesem Semester sechs Aktivmeldungen, von denen wir fünf rezipierten. Im allgemeinen kann dieses Semester der Hasmonaea als befriedigend bezeichnet werden, wenn es auch bei den Berliner Verhältnissen schwer ist, alle Buindesbrüder ganz zu erfassen. Willi Sommerfeld X * V. J. St. Hatikwah ~ Leipzig. Die Verbindung wurde am 2. November in Anwesenheit der Bbr. Bbr. Lichtheim, Schloß und Halitzki (vom Präsidium) eröffnet. Der Antrittskonvent wählte folgende Charge: Franz Brüll, Heinz Wydra, Richard Stein. E9 waren vier Aktive anwesend, davon drei Füchse. Wir konnten jedoch gleich zu Beginn vier Rezeptionen vornehmen, denen im Laufe des Semesters zehn weitere folgten. Den Mittelpunkt unserer Arbeit bildete ein von A. H. Loebenstein in Form eines Seminars geleiteter Kurs über Achad Haam, der alle 14 Tage bis nach Weihnachten stattfand. Die letzten Semesterwochen gibt uns A. H. Rosenbaum einen Kurs über: Grundlagen unseres Nationalismus. Daneben lief ein Kurs, der die Bundesbrüder in die Gegenwartsprobleme des Zionismus einführen sollte. (Es handelt sich bei den Neuaufnahmen zum größten Teil um schon zionistisch vorgebildete Studenten, so daß wir auf einen eigentlichen Tendenzkurs verzichten konnten.) Im Rahmen dieses Kurses wurde die Frage des Antisemitismus, des Sozialismus, unserer Stellung zum Galuthproblem besprochen. Ein Abend war der Aussprache über den Delegiertentag gewidmet. Außerdem hatten wir einige Konvente, die sich zum Teil auch mit Fragen der Kartellpolitik befaßten. — An den beiden, wöchentlich stattfindenden hebräischen Kursen nahm die Mehrzahl der Bundesbrüder teil, doch bleibt hier noch eine wichtige Aufgabe für den S. S.-Sport (gemeinsam mit dem Bar Kochba) nun wöchentlich offiziell. Außerordentlich erfreulich gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den A. H., wodurch auch die Frage des geselligen Beisammenseins der Bundesbrüder befriedigend gelöst werden konnte. An zahlreichen Freitagabenden war die 70