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Der jüdische Student · 1930-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1930) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
27 (1930)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1930)
Date
1930-01-01
Page
[Seite] (sequence 52)
Language
German
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deutschen Zionismus' zu sein, erreichen wollen. Das geistige Gesichtsfeld unserer Bundesbrüder muß erweitert werden, sie müssen in der politischen Diskussion geschult werden. Als Mittel dazu schwebt mir eine Art debating-club vor, wo Bundesbrüder beauftragt werden, einen bestimmten Standpunkt vorbereitet und begründet rednerisch zu vertreten. Ferner: politische Schulungstagungen mit Rednerkursen und politischen Seminaren. V. Die wissenschaftliche und politische Ausbildung ist auf eine umfassendere Basis zu stellen. Als neue Verbindungsveranstaltung ist eine Art parlamentarischer Diskussions -Abende einzuführen, welche der politischen und rhetorischen Schulung der Bundesbrüder dienen sollen. Ferner muß das Präsidium politische Schulungs-Tagungen durchführen mit Rednerkursen und politischen Seminaren. VI. Nicht nur einzelne Bundesbrüder, sondern die Verbindung als solche muß in das zionistische Geschehen eingreifen. Die Verbindung muß das Patronat über bestimmte zionistische Arbeitsgebiete übernehmen, z. B. jüdische Jugendbünde, Besuch der kleinen Städte. Diskussion: Max Levy (Maccabaea) Berlin: Ich glaube nicht, daß das Erziehungsideal für das Kartell Erziehung von Politikern ist. Es muß eine positivere Erziehung für Palästina geleistet werden. Wir müssen nicht nur an Abiturienten herantreten, sondern bereits Schüler für uns zu gewinnen suchen, die wir noch für einen Palästina-Beruf beeinflussen können. Einzelne gute Verbindungen sollten versuchen, sich an diese jüngeren Menschen zu wenden und sie im vorgeschlagenen Sinne zu beeinflussen suchen. Franz Brüll (Hatikwah) Leipzig: Ich war erstaunt zu hören, daß es eine Krise im K. J.V. gibt; bisher hatte ich noch nichts davon gemerkt. Wir alle haben nicht vergessen, daß wir nach Palästina gehen wollen. Aber das K. J. V. hat spezifische Aufgaben als akademische Verbindung. An die Schüler müssen wir uns allerdings wenden, und zwar, um Nachwuchs für unsere Verbindungen zu bekommen. Sinn unserer Verbindung ist: Wir wollen versuchen, einen Kreis zu schaffen für zionistische Arbeit. Diese Arbeit ist nur möglich, wenn wir den Menschen im Galuth eine Heimat geben, und diese Heimat ist das K. J. V. Ich muß hier das, was Capell gesagt hat, unterstreichen. Die Bbr. müssen den engsten persönlichen Konnex haben. Ich bin dagegen, nach Menge anstatt nach Qualität zu keilen. Wir müssen nach menschlichen und geistigen Qualitäten auswählen. Das wichtigste Moment im Verbindungsleben ist absolute Disziplin. Ich halte die Leibfamilie für ein sehr wertvolles Erziehungsmittel. Die Kommentfuchsenstunde halte ich für überflüssig, ihren Inhalt kann man in die Leibfamilie verlegen. Wir müssen auch versuchen, die jüdischen Studentinnen, deren Zahl immer mehr anwächst, zionistisch zu beeinflussen. Wir müssen Stu- 52

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