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Der jüdische Student · 1930-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1930) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
27 (1930)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1930)
Date
1930-01-01
Page
[Seite] (sequence 34)
Language
German
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13. Hebräische Szichoth in den Verbindungen, z. B. in Form von. Pressediskussionen (zuerst natürlich über deutsche Presse), ohne . Lehrer, etwa als Teeabend, auf Fahrten usw. Rücksichtnahme auf Anfänger durch langsames Sprechen und einfache Ausdrücke. Systematische Ausbreitung des Kreises der Teilnehmer, überhaupt das Ganze nicht als gelegentliches Experiment zu betrachten, sondern systematisch ins Wochenprogramm aufnehmen. Verbindungen, in denen der hebräische Unterricht nicht einen integrierenden Bestandteil ihres Wochenprogramms bildet (wenn irgend möglich Verbindungskurse und kollektives Arbeiten), haben keine Existenzberechtigung, und ein Präsidium sollte ihnen das klarmachen. 14. Für Füchse ist hebräisch vom zweiten Semester ab offiziell. Diese s Kartell kann innerhalb von zwei Jahren zu einem hebräisch sprechenden gemacht werden! (Mit Ausnahme seiner erst- und zweitsemestrigen Füchse.) Allerdings nur vermittels eines klaren Aktionsprogramms und zielbewußter Leitung {s. u. Vorschlag Nr. 15). Man braucht nicht zu sagen, was das für das Kartell (unter anderem mit Hinblick auf Alijahfragen) und was das für den deutschen Zionismus bedeuten würde. V. Vielleicht die schwerste Bedrohung der zionistischen Kraft des Kartells liegt in der formalen Stärke seiner Organisation, die ihm zum Unheil werden kann. Kartellsubjektivismus und -philisterium sind bekannte, in ihrer pädagogischen Gefährlichkeit noch nicht genug erkannte Erscheinungen des gegenwärtigen Kartells. Appelle zur zionistischen Objektivierung sind nötig, aber nicht ausreichend, auch hier die Verfestigung in der organisatorischen Gestalt des Kartells erforderlich. Es gibt drei Aufgaben, die, außer der Hebraisierung, dem Kartell gestellt sind, wenn man seine Funktion als ein wertvoller Teil der zionistischen Jugend ins Auge faßt: 1. Palästinanachwuchs, 2. Jugendführer oder doch wenigstens Vorkämpfer des Zionismus in der jüdischen Jugendbewegung, 3. Arbeiter in der Zionistischen Organisation zu stellen. Für alle diese Aufgaben gibt es keine Rezepte, außer einem: ernsteste, syste« matische Sorge um ihre Erfüllung und dazu — Organisation. Alle diese Arbeiten könnten m. E. im Kartell zentral inauguriert, geleitet, überwacht werden. Die zuständige Stelle dafür ist das Präsidium mit seinen Organen. Ich frage hier gar nicht nach dessen Leistung, ich frage nach seinen Organen und stelle fest, daß 15. im Präsidium ein Ressort für Hebräisch, ein Palästinaberufsressort (das in planmäßiger Berufsberatung für Palästina seine Aufgabe sieht), ein Jugendressort und ein Ressort für zionistische Außenarbeit erforderlich, aber bisher nicht vorhanden gewesen ist. (Dafür hatten wir bisher z. B. ein „Hochschulressort", dessen Existenznotwendigkeit ich, offen gestanden, nicht einsehe.) Ich kann mir an dieser Stelle eine ausführliche Begründung für die Notwendigkeit dieser Organe sparen, halte diese Forderung jedoch für eine von allererstem Range! M

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