Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 8 (Oktober 1929)
- Date
- 1929-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Strandbäder. Die Durchführung der Kölner Herzi-Aktion durch die Verbindung scheiterte zum Teil daran, daß die Bundesbrüder großenteils im Examen standen und daher wenig Zeit für die Aktion zur Verfügung hatten, zum Teil daran, daß diejenigen Menschen, die für Spenden wirklich in Frage kamen, direkt an das Büro zahlten. Im ganzen wurden etwa 140 RM. erzielt. Auf den Konventen wurden meist Organisationsfragen der Verbindung besprochen. Der private Konnex unter den Bundesbrüdern war unter den gegebenen Umständen als gut zu bezeichnen. Die Feriencharge hat Bbr. Lewin, Lütticher Str. 30 III. Mit bundesbrüderlichem Gruß I. A. der V. J. St. Hatikwah und des C. C S.S. 1929 Heinz Arnfeld. Semesterbcndit der V. J. St. „Maccabaea", Königsberg. \Xrir begannen das Semester mit einer Aktivitas von 16 Füchsen (ein Fuchs hatte Generaldispens zum Examen) und drei aktiven Burschen, von denen zwei die Chargen übernehmen mußten. So standen wir vor der großen Schwierigkeit, wie es möglich sein sollte, diesen großen Kreis hauptsächlich junger neugeworbener Bundesbrüder in das Leben der Verbindungeinzubeziehen und die Arbeit der Verbindung zur Angelegenheit ihrer eigenen Person zu machen. Dazu mußten wir die Unterstützung der Inaktiven und Alten Herren finden. Vor allem der Aktivität eines Teiles der Alten Herren ist es zu verdanken, daß wir an der Erfüllung der oben geschilderten Aufgabe während des Semesters erfolgreich arbeiten konnten. Die Fuchsenstunden wurden infoige der geringen Anzahl der Burschen auch von Alten Herren gegeben, und zwar eine Fuchsenstunde für Geschichte von A. H. Ginsburg, eine Fuchsenstunde für Tendenz von A. H. Schloßberg. Diese Fuchsenstunden fanden gewöhnlich beide im Laufe einer Woche während der ganzen Zeit statt. Gleichzeitig hatten wir in jeder Woche eine gemeinsame Sportveranstaltung. — Größere Veranstaltungen waren die wohlgelungene A. H.- Bezirkstagung in Elbing, auf der Bbr. Berthold Ratzkowski ein Referat über die „Jüdische Jugendbewegung" hielt, und als zweite das Sommerfest der Verbindung, das uns zeigte, von welchem Werte gemeinsam verlebte frohe Stunden für das Leben einer Gemeinschaft sein können. Von rein zionistischen Veranstaltungen fanden statt, vor den Kongreßwahlen ein Referat von Bbr. Siegfried Kanowitz „Der XVI. Zionisten-Kongreß ein Wendepunkt der zionistischen Geschichte" in der Ortsgruppe, ein Diskussionsabend von Bbr. Halpern über „Die Lage des Ostjudentums" und die Herzl-Feier der Verbindung. Hebräisch wurde regelmäßig in der hebräischen Sprachschule betrieben. Daneben fanden gesellige Veranstaltungen, ein Budenabend, Spaziergang statt. — So war das offizielle Leben der Verbindung sehr reichhaltig. Von besonderer Wichtigkeit waren noch die engeren inoffiziellen Zusammenkünfte mit den Alten Herren, die nicht konventionellen Charakter trugen, sondern aus dem Bedürfnis eines stärkeren Konnexes zwischen Aktivitas und Altherrenschaft heraus entstanden und wohl guten Erfolg gezeigt haben. Wir begannen dann einen Versuch der Bildung zweier Arbeits- 2?