Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 8 (Oktober 1929)
- Date
- 1929-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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kreise inmitten der Verbindung, die aber zu spät begonnen, erst im nächsten Semester zur Auswirkung gelangen können. Die Werbearbeit brachte uns drei Aktivmeldungen, von denen wir zwei annahmen. Zu Beginn des Zwischensemesters beabsichtigen wir, den Konnex mit unserer Nachbarverbindung in Riga wieder in stärkerem Maße aufzunehmen, wozu uns ja das Stiftungsfest der Rigenser Verbindung gute Gelegenheit geben wird. Personalia: A. H.iert worden sind während des Sommer-Semesters die Bbr. Bbr. Willi Hirsch, Ernst Stein, Josef Perles. Einen großen Verlust für unsere Arbeit bedeutet der Weggang von A. H. Julius Levinsohn nach Braunschweig und A. H. Schloßberg nach Marienwerder. Mit bundesbrüderlichem Gruß Gerhard Rehfeld. Mitteilungen des Präsidiums. Das Präsidium des K. J. V. hat sich in seiner letzten Sitzung mit dem Artikel beschäftigt, den Bbr. Richard Lichtheim in einer als Flugblatt verbreiteten Nummer der Zeitschrift „Hed Bethar" geschrieben hat. Der Artikel, der scharfe Angriffe gegen die Leitung der Z. V. f. D. richtete, enthielt einige Wendungen, durch die sich einzelne Personen verletzt fühlen konnten. Hierzu gibt A. H. Lichtheim folgende Erklärung ab: ,,Da sich unter dem von mir angegriffenen Personenkreis Bundesbrüder befinden und ich der Ansicht bin, daß auch im politischen Kampf im Interesse der Einheit des Karteils alles vermieden werden muß, was die bundesbrüderlichen Empfindungen verletzt, so nehme ich — unter voller Aufrechterhaltung aller von mir vertretenen sachlichen Ansichten — die zu beanstandenden Ausdrücke zurück." Das Präsidium hat von dieser Erklärung Kenntnis genommen und betrachtet die Angelegenheit damit als erledigt. Präsidium des K. J. V. Berlin-Charlottenburg, 16. September 1Q29. Bleibtreustraße 50. Lieber Bundesbruder! Das Präsidium hat beschlossen, alle Bundesbrüder zu besonders intensiver Beteiligung an den jetzt einsetzenden Aktionen unserer Fonds, insbesondere an der Rosch-Haschanah-Aktion des Keren Kajemeth Lejisrael aufzurufen. Es kommt alles darauf an, daß diese Aktion — ebenso wie die parallellaufende des Keren Hajessod — zu einem außergewöhnlichen Erfolg wird. Durch die Größe ihres Ergebnisses müssen alle außerhalb des Zionismus Stehenden erkennen, daß der Zionismus durch die Ereignisse in Palästina an Schlagkraft nicht verloren hat, daß er vielmehr durch sie zu neuer Leistung angespornt ist, und daß das jüdische Aufbauwerk unbeirrt weiter geht. Der materielle Erfolg der Aktion wird sich in der Anzahl der Dunam zeigen, die der Keren Kajemeth Lejisrael wird erwerben können; noch höher ist aber gerade in diesem Augenblick der moralische Erfolg zu bewerten, den wir durch eine energische Anstrengung 23