Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 8 (Oktober 1929)
- Date
- 1929-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Verletzungen als leicht (Kopfverletzungen). Bbr. Eichenberg war wegen Waffenbesitz verhaftet worden, ist aber am folgenden Tag wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Es läuft aber deswegen eine Anklage gegen ihn. Das deutsche Konsulat hat die Angelegenheit Bbr. Smoira übergeben. Von Bundesbrüdern aus den anderen Teilen des Landes fehlt genaue Nachricht, doch habe ich bisher keinen Namen von Bundesbrüdern auf der Verlustliste (leider haben wir im Lande jetzt diese Einrichtung nötig) gefunden. Sowie ich eine genaue Uebersicht über alles habe, werde ich Euch ausführlich schreiben. Mit bundesbrüderlichen Grüßen Euer T r e u. Semesterberichte. Semesterbericht der V. J. St. Hatikwah, Köln. Nachstehend gebe ich Euch den endgültigen Semesterbericht der V. J. St. Hatikwah, Köln. Wir hatten im Anfang des Semesters mit Schwierigkeiten zu kämpfen, weil fast sämtliche Burschen im oder kurz vor dem Examen standen und daher die Besetzung der Chargen nicht leicht war. Deshalb konnten wir auch erst Ende Mai mit dem geregelten Semesterbetrieb anfangen. Zu Chargierten wurden gewählt: Heinz Arnfeld x, Arnold Meyer Xr., Ludwig Waller XXX. Es war uns wegen der Kürze der Zeit leider nicht möglich, das vorgesehene Programm voll durchzuführen, dafür haben wir die Veranstaltungen, die wir aufrecht erhielten und die Keiiarbeit intensiver gestalten können. So mußten wir leider von einem offiziellen Sportbetrieb absehen und konnten auch die vorgesehenen politischen Abende, die der Aussprache über aktuelle Fragen dienen sollten, nicht veranstalten. Dagegen hatten wir mehrere Hebräisch-Kurse für Anfanger und Fortgeschrittene, an denen sämtliche in Frage kommenden Burschen — auch die Inaktiven - - und einige Füchse teilnahmen. Ferner hatten wir wöchentlich abwechselnd je einen Kursus über allgemeine judische und zionistische Geschichte, gemeinsam mit den Führern der zionistischen Jugendverbände (sogenanntes Führerseminar) unter Leitung von Herrn Studienrat Wolf und A. H. Dr. Bruno Nathan. In der Keilarbeit wurden wir besonders durch die Altherrenschaft unterstützt, bei deren Freitagabend-Einladungen die meisten Aktivmeldungen erfolgten. Gleichzeitig wurde mit diesen Freitagabenden, die seit mehreren jähren ziemlich regelmäßig stattfinden, und zur Nachahmung zu empfehlen sind, ein Konnex mit den Alten Herren erzielt, wie er auf andere Weise wohl kaum zu erreichen wäre. Wir hatten zehn Aktivmeldungen, davon acht Rezeptionen. Sehr schlecht besucht waren die Sonnabendnachmittag-Spaziergänge, hauptsächlich wohl weil die beiden ersten Chargen, die Sonnabends fast nie in Köln sein konnten, daran nicht teilnahmen, weshalb auch die anderen Bundesbrüder berechtigt zu sein glaubten, der Veranstaltung fernzubleiben. Auch die wöchentliche Schwimmveranstaltung im Hallenbad war mangelhaft besucht, dagegen ging man häufig außerhalb des Wochenprogramms in die 21