Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1929)
- Date
- 1929-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Antrieb gegeben hat, auf die wir auch im nächsten Semester den Hauptnachdruck legen wollen. Es ergab sich die im K. J. V. merkwürdige Tatsache, daß 2/3 der Aktiven im Hebräischen schon verhältnismäßig weit fortgeschritten sind, d. h. teilweise fließend sprechen, zum mindesten alles verstehen und sich auch über etwas schwierigere Dinge äußern können. Wir nahmen zwei Keilfüchse auf, die das Hebräische Gymnasium in Wilna absolviert haben, und erwarten jetzt die Aktivmeldung eines Palästinensers, der erst vor kurzem nach Deutschland gekommen ist. (Vorträge aus unserem Kreis über Schulsystem und hebräische Erziehung in Polen, jüdische Politik in Polen, Bialiklektüre, hebräischer Liederabend usw.) Diese hebräischen Abende waren am besten geeignet, uns einander näher zu bringen und haben dem Sport-V. J. St. schon einen besonderen Charakter im Berliner Kartell aufgeprägt, den wir auch weiterhin pflegen wollen. Einige der Aktiven, die bisher infolge ungenügender Kenntnisse des Hebräischen noch nicht daran teilnehmen konnten, bemühen sich jetzt, ihre Kenntnisse zu vervollständigen. Die Tätigkeit, der wir unseren Namen verdanken, wurde jeden Sonntag vormittag auf dem Hochschulplatz eifrig gepflegt. Daß uns der Geist der Jugendbewegung nicht verloren gegangen ist, beweist eine gelungene Nachtfahrt nach Strausberg berg am Ende des Semesters. Eine schwierige Auseinandersetzung hatten wir mit vier Aktiven, die wegen ihrer führenden Stellung in Jugendbünden nicht imstande waren, intensiv mitzuarbeiten. Es ist jetzt nach der neuen Bestimmung in den Statuten, daß ein Rezeptionsantrag nur bedingungslos gestellt werden darf, Mitgliedern von Jugendbünden nicht mehr möglich, in das K. J. V. einzutreten. Wir haben deshalb und aus der Erwägung heraus, daß sie eine Belastung der Verbindung darstellen können, einen Rezeptionsantrag eines Kadimaners ablehnen müssen. Es wäre aber nicht nur im Interesse der Außenarbeit in den Jugendbünden, sondern auch im Interesse eines frischeren Geistes, den gerade solche Menschen in das Kartell hineintragen würden, von großer Wichtigkeit, sich mit der Stellung des K. J. V. zu den J. B. auseinanderzusetzen. Bergmann. Segale. Sandler. Semesierberidii der V. J. St. Zephira, Berlin Die Verbindung begann ihr Sommersemester mit 7 Burschen, zwei Füchsen und 3 Inaktiven. Der Semester-Antrittsconvent betraute mit den Chargen Bbr. Hans Seidenberg x Bbr. Heinz Foerder xx KW. Bbr. Hans Frühling xxx. Drei Aufgaben haben uns in diesem Semester ganz besonders beschäftigt: Keilen, Erziehung und Zusammenarbeit mit der V. J. St. Hasmonaea. Die Keilarbeit war diesmal besonders schwer, weil K. C. und die A.- Verbindungen schon lange Zeit durch persönliche Beziehungen vorgearbeitet hatten. Ueberdies standen dem Keilwart wenig Kräfte zur Verfügung, da viele unserer Bbr. Bbr. Examensemester sind. Dennoch sind bei uns fünf 21