Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1929)
- Date
- 1929-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Semcsterberichi der V. J. SL Hasmoeaea, Berlin Unser Sommerseraester begann leider erst sehr spät, da eine größere Anzahl der Bundesbrüder nach Schluß des Wintersemesters Berlin verließ und so große Schwierigkeiten in der Chargenbesetzung entstanden. Die Vorbesprechungen dauerten so lange, daß der Eröffnungskonvent erst kurz vor Pfingsten stieg. Die Chargenbesetzung war folgende: Alexander Buch X, Walter Platz XX, Benjamin Meysachowitz XXx. Während des Semesters hatten wir zwei Kurse: Tendenz bei A. H. Schragenheim und Geschichte bei A. H. F. S. Neumann. Leider konnten wir Hebräisch nicht betreiben, da fast alle Burschen in der Prüfung stehen und wir relativ wenig Füchse hatten. Wir legten darum Wert darauf, möglichst viel neue Kräfte zu werben und es gelang uns bis jetzt, sieben neue Leute in die Verbindung aufzunehmen. Unsere stärkste Hoffnung augenblicklich ist, möglichst viel Burschen im Wintersemester zu erhalten, dann kann die Arbeit im folgenden Wintersemester erfolgreich sein. Wir haben jetzt einen kräftigen Stamm von Berliner Füchsen, die mehrere Semester hier bleiben werden. Bei genügender Anzahl von Burschen wird man im Wintersemester hebräischen Unterricht betreiben können und einen persönlichen Kontakt zwischen den Bundesbrüdern schaffen. Alexander Buch x. Semesierbericht des Sport ~V. J. St. Der Sport-V. J. St. hat sich in diesem Semester, nachdem man eine Zeitlang ernstlich an seine Auflösung gedacht hatte, innerhalb und äußerlich konsolidiert. Der im vorigen Sommer bestehenden Krise hatte man dadurch abhelfen wollen, daß man im Wintersemester 1928/29 einen geschlossenen Kreis von Freiburger Bundesbrüdern zu uns schickte, der aber im Laufe des Semesters mit dem Berliner Kreis nicht organisch zusammenwuchs und auch zum größten Teil am Ende des Semesters wieder Berlin verließ. Wir waren nun auf einen kleinen Kreis von zirka sieben bis acht Aktiven, mit denen man wirklich rechnen konnte, zusammengeschmolzen!, der sich am Anfang des Sommersemesters um mehrere aktive Mitglieder vermehrte, die uns überwiesen worden waren. Da wir in diesem kleinen Kreis kein großartiges Programm ansetzen konnten, veranstalteten wir eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Thema „Sozialismus und Zionismus", um durch gemeinsame Arbeit und Vorbereitung die einzelnen Bundesbruder menschlich einander näher zu bringen und den Kreis enger zu schließen. Diese Absicht muß leider als nicht gelungen bezeichnet werden, da wir mangels eines geeigneten Leiters der Arbeitsgemeinschaft mehrere prominente Zionisten zu den einzelnen Vorträgen heranziehen mußten, von denen wir sehr gute Vorträge hörten, wodurch aber der einheitliche Charakter der Veranstaltung durchbrochen wurde, und eine gemeinsame Erarbeitung und Diskussion des Stoffes nicht durchzuführen war. Dieser Mißerfolg wurde durch unsere hebräische Arbeit fast vollkommen ausgeglichen, die zu einer zentralen Verbindungsveranstaltung geworden ist und unserer Arbeit und unserem Interesse einen starken 20