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Der jüdische Student · 1929-07-01 · Heft 7 (Juli 1929) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
26 (1929)
Issue
Heft 7 (Juli 1929)
Date
1929-07-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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von jüdisch interessierten Handelshochschülern zu uns, aus denen wir die uns geeignet erscheinenden keilten. Wir hatten vier Aktivmeldungen. Schwierigkeiten machte im Winter insbesondere die Einordnung der uns von außerhalb überwiesenen Bundesbrüder, wie überhaupt der menschliche Konnex teilweise noch zu wünschen übrig ließ. Das Sommersemester begannen wir im Verhältnis mit schwacher Besetzung, da uns der größte Teil der auswärtigen Bundesbrüder wieder verlassen hatte und wir sahen es für dieses Semester als Hauptaufgabe &n, neue Menschen zu werben, die neu Hereingekommenen ins Verbtndungsieben einzuordnen, den Konnex unter den Bundesbrüdern zu stärken, um so dafülr zu sorgen, daß sich innerhalb der Maccabaea, die lange Zeit daran jitt, daß sie sich zum größten Teil aus älteren Bundesbrüdern zusammensetzte, ein Kreis von neuen jungen Menschen bildete, der bereit und befähigt war, die Arbeit der Verbindung weiterzuführen. Diese Aufgabe kann im wesentlichen als gelöst betrachtet werden. An sachlicher Arbeit führten wir zunächst das Hebräische konsequent durch und begannen auch mit einer Tätigkeit in einer Ortsgruppe der Berliner Zionistischen Vereinigung, indem wir einzelne Mitglieder dieser Gruppe besuchten und sie zu aktivieren versuchten und auch an Veranstaltungen dieser Gruppe teilnahmen. Diese Arbeit konnte deswegen nicht sehr erfolgreich sein, weil der Sommer für Ortsgruppentätigkeit an sich ungeeignet ist und insbesondere die Zeit vor dem Kongreß in Berlin durch] große Veranstaltungen der politischen Parteien ausgefüllt war, die die Zeit und das Interesse der hier wohnenden Zionisten hauptsächlich in Anspruch nahmen. Es wird Sache der Herbst- und Wmterarbeit sein, auf diesem Wege fortzuschreiten, soweit es die innerhalb der Verbindung notwendigen zionistischen und Erziehungsarbeiten zulassen. Außerdem gab A. H. Etienne Bäsch einen Fuchsenkurs, in dem er Fragen der zionistischen Ideologie mit besonderer Berücksichtigung der Auswirkung jedes einzelnen Problems in der Realität Palästinas behandelte. Dieser Kurs gelang nicht nur insofern ausgezeichnet, als er die Teilnehmer in die Probleme einführte und ihnen Wissen vermittelte, er war auch darauf abgestellt, den menschlichen Konnex unter den Füchsen zu fördern. Die Verbindung besuchte die Kongreßveranstaltungen und diskutierte die Kongreßprobleme und es fanden eine Reihe von Einzelvorträgen statt, die sich mit palästinensischen Fragen beschäftigten, von denen als besonders instruktiv die Vorträge von A. H.A. H. Wollstein und Walter Preuß zu nennen sind. Ungezwungene Unterhaltungsabende, intensivere Tätigkeit der Leibfamilien, und vor allem regelmäßige Fahrten stärkten den menschlichen Konnex unter den Bundesbrüdern. Wir hatten im Sommersemester fünf Aktivmeldungen und rechnen noch mit zwei weiteren. Abschließend läßt sich sagen, daß die Maccabaea nach der Arbeit der letzten Jahre aus den Schwierigkeiten, die sich speziell durch ihre Zusammensetzung, vor allem durch den Mangel an Nachwuchs und die Gefahr der Ueberalterung ergaben, heraus ist, daß sie Aufgaben und zionistische Wirkungsmöglichkeit vor sich sieht und auch über die Menschen verfügt, um sich diesen Aufgaben zu unterziehen. Heinz Gerling. 19

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