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Der jüdische Student · 1929-07-01 · Heft 7 (Juli 1929) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
26 (1929)
Issue
Heft 7 (Juli 1929)
Date
1929-07-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Berufsvorbereitung stehenden Bundesbrüdern entsprechende Anregungen geben zu können. Ungelöst ist noch die Frage der Gründung eines Kreditinstitutes für das K. J. V., in der die Meinungen sehr auseinandergehen. Diese Frage soll auf der Grundlage eines vom B. V. Mitteldeutschland in Angriff genommenen Entwurfes demnächst im Kartell zur Erörterung gestellt werden. Die Arbeit des Berufsressorts befindet sich naturgemäß noch im Anfangsstadium. Es läßt sich aber bereits auf Grund der Erfahrungen der letzten Monate feststellten, daß die erheblich an Bedeutung für das Kartellloben gewonnen hat und zunehmend gewinnt. 7. Hochschulressort: Das Hochschulressort hat in den vergangenen Monaten regelmäßigen Konnex mit den zionistischen Korporationen der benachbarten Länder gehabt. Ferner wurde engere Fühlung mit der „Avukah", dem zionistischen Studenten verband Amerikas aufgenommen, mit dem wir uns beim Kongreß in Zürich treffen werden, und die wir zu einem längeren Aufenthalt nach Berlin eingeladen haben. Um das Zustandekommen des Kongresses des Weitverbandes Jüdischer Studenten sind wir maßgeblich bemüht. Dieser wird voraussichtlich im Februar 1930 in Berlin stattfinden. Bbr. Halitzki, als Mitglied der seinerzeit in Bierville eingesetzten Kommission der Internationalen Studentenhilfe zur Untersuchung des Problems des Antisemitismus an den Hochschulen Europas hat zu seinem Teil die Vorbereitung für eine umfassende Enquete über diese Fragen in Deutschland vorbereitet. 8. Arbeitskommission Berlin: Die Leitung der Arbeitskommission Berlin, die jetzt im Präsidium als Referat besteht und, nachdem sie kurze Zeit in den Händen von Bbr. Alfred Rosenzweig gelegen hatte, dann von Bbr. Halitzki übernommen wurde, war in den vergangenen Monaten darum bemüht, die Geschäftsführung der Berliner Verbindungen zu vereinheitlichen und die Verbindungen in größerem Maße als bisher einander näher zu bringen. Zu diesem Zweck werden in Zukunft neben den regelmäßigen Sitzungen der Arbeitskommission Berlin, an denen die Erstchargierten teilnehmen, und die sich im wesentlichen auf technische Fragen beschränken, Sitzungen in größeren Abständen unter Hinzuziehung eines größeren Kreises von Bundesbrüdern stattfinden, in den Sitzungen dieses „Verbindungsrates" (s. oben unter „Erziehungsarbeit") sollen alle größeren Probleme besprochen werden, die das Kartell berühren. Gemeinsame Sitzungen des Präsidiums und des Verbindungsrates sind außerdem in Aussicht genommen. Das Camp der Berliner Verbindungen, das im Juni stattfand, soll im Herbst in glücklicherer Form wiederholt werden. Die Bestrebungen der A. K. B. sind vor allem darauf gerichtet, schon jetzt umfassende Vorbereitungen für das Wintersemester zu treffen, um allen Schwierigkeiten, die sich infolge der zu erwartenden großen Anzahl von Ueberwek sungen aus dem Reich ergeben können, von vornherein zu begegnen. Vorstehende Uebersicht über die Arbeiten des Präsidiums erschöpft nicht alle unsere Bemühungen. Wir haben in der abgelaufenen Zeit Vorarbeiten und Pläne für weitergreifende Projekte erwogen, in der deutlichen, Erkenntnis, daß die Fülle der Kleinarbeit zu einem großen Ziel hingelenkt 9

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