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Der jüdische Student · 1929-04-01 · Heft 3-4 (April 1929) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
26 (1929)
Issue
Heft 3-4 (April 1929)
Date
1929-04-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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gesehen werden, daß wir in dieser Zeit fast jeden unserer palästinensischen Europareisenden erfassen konnten, und zwar nicht nur für einen engen Kreis persönlicher Freunde, sondern für Organisationen des Kartells. So haben bei uns bzw. in Altherrenbünden Auerbach, Löwenstein, Danziger, Brünn, Rosenberg — um nur einige zu nennen — gesprochen. Es ist unsere feste Ueberzeugung, daß es gelingen wird, die Wechselwirkung zwischen drüben und hier weiter zu verstärken und für beide Teile fruchtbar zu machen. An den Aufgaben der Zionistischen Organisation und dem allgemeinen Geschehen in der zionistischen Welt hat das Kartell mit keineswegs ausreichender, aber doch mit wachsender Anteilnahme teilgenommen. Wir machen ja immer den Fehler, beidieser Frage davon abzusehen, daß alle die Bundesbrüder, die als Mitglieder des A. C. oder anderer zionistischer Körperschaften an verantwortungsvoller Stelle stehen, bei Beurteilung der zionistischen Leistung des K. J.V. in erster Linie in Rücksicht zu ziehen sind. Ich glaube aber, daß die oft geschehene Nichtberücksichtigung in gleicher Weise an den Bundesbrüdern liegt, die — ich will einmal sagen, — zionistisch arriviert sind, wie an dem übrigen Kartell. Ich habe mich gefreut, als . man mir neulich von dieser Seite in dem Wunsche zustimmte, die Verbindung zwischen den — sagen wir — exponierten Zionisten und den übrigen K. J. V.er von beiden Seiten her gestärkt zu sehen. Natürlich ist die Voraussetzung hierfür ,die stärkere zionistische Betätigung der breiten Massen des K. J. V. Das Präsidium hat in einer Reihe von Fällen eine solche Aktivierung versucht. > Es hat auch in dieser Richtung für das kommende Kartelljahr bestimmte Pläne. Immerhin läßt sich feststellen, daß das Gesamtkartell an den beherrschenden zionistischen Tagungen dieses Jahres, den beiden A. C.-Sitzungen lebhaften Anteil nahm. Nicht nur in großen Altherrenveranstaltungen wurden die mit der Bildung der Agency zusammenhängenden Fragen wiederholt und von berufenen Sachkennern wie Lichtheim und Bileski erörtert; auch die jungen und jüngsten Bundesbrüder nahmen lebendigen Anteil an diesen Fragen. Es wird mir persönlich unvergeßlich bleiben, wie im Sommer auf dem Camp in Geisa, das von mehr als 100 Aktiven besucht war, Spiel und Sport und DisJkussion unterbrochen wurden, und die jungen Bundesbrüder das kleine Postamt umlagerten, um sofort zu hören, was Blumenfeld und Lichtheim, die wir telefonisch anfragten, über den Stand der A. C.¬ Verhandlungen berichteten; und der damalige Rücktritt der Exekutive löste in diesem Kreis eine kaum geringere Spannung aus als am Ort des Geschehens selbst. Die Verbundenheit mit dem allgemeinzionistischen Geschehen zeigte sich, freilich unerfreulich, auch darin, daß das Grundübel, an dem die Zionistische Organisation leidet, das Uebermaß der innerzionistischen Parteibildung, hier und da auch im Kartell sich auszubreiten drohte. Dem ist das Präsidium überall entgegengetreten. Das K. J. V. muß beispielgebend dafür bleiben, daß der Zionismus, wie in den Tagen Herzls, 11

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