Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 1-2 (Februar 1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Jidlschai Jugend m um, die Menschen kommen oft sehr sufäiüg, otoe wirkikhe innere Bindungen xur Sache ins Kartell, zum Tal M etsfack 4a& . Material schlecht — ratürBch, daß steh dergleichen im Lauf« der Generationen in immer stärkerem Maße auswirkt, dem Geprägt des Ganzen etö%r Zäge verleibt $ 2. Das K. J. V. hat seine Geschichte: alle Anforderungen, die gesteftt werden,?s§nd ihm nicht neu, im Gegenteil, es hat an Ansätzen zu ihrer % Verwirklichung weiß Gott nicht gefehlt Schlimme Erfahrungen sind gemacht worden, im Gaiuth, vor allem in Palastina: Kapitel deutsche Chahmis, Anskdlungsproblern; darüber hinaus die allgemeinen Schwierigkeiten für Ver- 'wurzelung deutscher Zionistcn in Palästina, Demzufolge die große Enttäuschung, die Ruckwirkung auf die Zurückbleibenden, schließlich die 4, Alijah und die große, kaum eben im Abflauen begriffene Krise im Zionis mus. Und schließlich für eine verantwortliche Führung die Notwendigkeit; angesichts so vieler Rückschläge und Mißerfolge die Demoralisation zu ver hindern, und daher die Notwendigkeit, neue realisierbare Forderungen und Parolen aufzustellen. 3. Das K. J. V. hat eine Geschichte: es ist wie^Jede historische „Bewegung'* dem Zugriff aller hemmenden Mächte, dem ewig Gestrigen ausgesetzt, und doppelt und dreifach in unserer doch wirklich verzweifelt schweren und problematischen Situation, wo ßße Kräfte der Um wert, allem die Tatsache des Gaiuth und ferner die biologischen, asiozialen Machte, che m jedem Ein zehnen sehen wirksam sind, sich der Richtung unserer Bewegung entgegenstermnen. Bei der natürlichen inneren Spannung unserer Bewegung, dem eigenen revolutionären Charakter, kann aber eine Erziehung nur Erfolg haben, wen* M€ geleistet wird von einer wirklich zielbewußten und vorwärtsdrängenden Führung, die mit aller Kraft sich dafür einsetzt, das Widerstrebende m besiegen. Und damit, liebe Bundesbruder, steht es bei uns vielleicht mm schlimmsten! Wem von Euch — und es gibt doch gar nicht so wenige, die in ihre;: { guten Stunden empfunden haben un# empfinden, was Zionismus ist, was ^Zionismus wirklich in der Welt bedeutet und bei uns bedeuten sollte — wem von Euch ist nicht schon manchmal übel und weh geworden, wenn er bedachte, wie das zionistische Leben bei uns aussieht, wie entsetzlich dünn die Luft geworden ist, die bei uns weht, wie fast alle Dehatten sich im selben toten Kreis bewegen, wie man von den meisten jungen Meeschen lieuie schon sagen kann: wie längs noch, und er wird ein „guter4* zionistischer Arzt oder Rechtsanwalt geworden sein, wie viele vor ihm. Df^ »st nichts gegen zionistische Rechtsanwälte gesagt: krh kenne viele unserer Alten Herren (gerade unter den Aeltesten), die ich unseren jungen Bunde* brödem als restlos gültiges Vorbild hinstellen kann. Aber das ist ja gerade das Beschämende, daB man von unserer Generation so oft den Eindruck hat, es sind, nach ein paar Jugendjahren, zutiefst doch dieselben trostlosen Individualisten und Bürger, zu Opfern an Persönlichkeit, die ein gewisses enges Maß überschreiten, absolut unfähig und dank ihroj/zjoaistkchea guten p#sehen Gewissens noch ein gut Teil börgerikher ate( viele Assimtfafttea. m