Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 25 (1928)
- Issue
- Heft 6-7 (November 1928)
- Date
- 1928-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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iKivi somit eleu Zr-rd>rm:> verwirft. Hieraus folg-., vdie pcv:i Y.*- scheidtM:.;' dem er einen überlassen bleibt, selb-: wenn er iw. Sure ei:;:- bestimmten Weltanschauung erzogen würde. Wir glauben, daß der „National jud;?ismus** als Ziel dem iuc.d v klare Richtung geben wird, ohne daß er den pädagogische'. Fehle bc^eY, eine politische Erziehung zu betreiben. Esra. Von Ernst Nebenzahl (V. J. St. Saronia, a. B.). Dr. Louis Levinger-AUmchen, der den Esra lange Zei: hiridirch n.idi außen geleitet und sein Wesen von innen her entscheidend beeiifiulY hat, bezeichnet den Bund als „die Thora-Jugendbewegung" (Jüd. Wochenblatt 1927, S. 302 f.); diese Worte kenn/eichneu das Wesentlichst; in der Eigenart des Esra. 1. Der Esra erstrebt die Erziehung der ihm Angehörenden zu Juden, die „sich in ihrem Einzel- und Gemeinschaftsleben dein göttliche! Gesetze unleistcllen" (§ 2 des Statuts). Unverrückbar ist so das Ziel dis Bundes festgelegt. Ein umfassendes Ziel ist es, denn dies göttliche Gesotz regelt umfassend das ganze menschliche Leben; der Rahmen, in den Denken und Tun gestellt sind, ist nicht eng, aber fest. Es soll da kiine neue Sittlichkeit entdeckt, keine neue Wejt aufgebaut werden; keil System wurde gesucht, um ,,die Menschheit zu beglücken", weder als Mttel noch als Selbstzweck eine Revolution angestrebt. Das Ideal ergab sich aus dem Dogma von der Göttlichkeit der Thora, und dies Dogrra wurde ebenso selbstverständlich übernommen, wie seit Jahrtausenden ehe Judengeneration es von der anderen ererbt hat. Die überwiegende Zahl der Esräer tritt mit dies.em Ziel nicht in eine neue Welt, sondert bewußt stellt sie sich wieder unter die Herrschaft der Idee, die auch irre Eltern schon anerkannt haben. Heißt sonst der Anfang einer Jugendbewegung Sturz und Verleugnimg des Alten, das von außen her aufgezwungen wurde, s:> ist hier erstes Wort ein Bekenntnis zum Lh: beniom nun en, Ziel die Verwirklichung des Befohlenen. Nicht zufällig fallen Verwandtschaft und Wahlverwandtschaft zusammen, nicht weil der vorgeschriebene Weg in näherer Prüfung auch als der beste sich erwies, wird er gevihlt, sondern nur weil er der vorgeschriebene ist. An die Stelle der Wahl tritt hier Gesetz; nicht Aufruhr ist das Mittel, sondern Gehorsam. 2. Und dennoch Jugendbewegung? Das gleiche Gesetz sdl befolgt werden, das auch die Alten befolgen, utid doch will hier Jigend als Jugend beisammensein? Nur eine alte Aufgabe soll erfüllt w-:rderi, die schon oft erfüllt zu sehen der Stolz zahlloser jüdischer Gt ueratisnen war? Unvereinbar scheinen altes Gesetz und Jugendbewegung. Aich diese Frage hat Louis Levinger erkannt und irefiYnd bcautvve. ici: .Jugendbewegung ist keine Zielsetzung; nicht aufs Ziel kommt es aa, sondern, auf die Art und Weise". Hier liegt in der Tat die Lösung: reu ist für unsere Jugend nicht die Aufgabe, neu muß die Art sein, wie -de ci füllt wird. Das Gesetz und selbst der Weg des Gesetze:, mögen :tets gleich bleiben; der Jugend eigen sind doch Tempo und Rhythmus ihr;s Gelten -f> L>. *