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Der jüdische Student · 1928-11-01 · Heft 6-7 (November 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 6-7 (November 1928)
Date
1928-11-01
Page
[Seite] (sequence 34)
Language
German
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ihr Jur. jen ein Bild, eine Idee, den Zionisinu ■ die Organisation uc-u -/Vi gestalten? Seht ihr in dem Chaos, das uns uugibt, schon die Ihnrh-r neuer rennen, einer Jewish Agency von aUjüdischem Format? Lobt in euch Wunsch und Plan, unsere, schwachen Posi;ioneu in Palästina zu w, starken? Seid ihr nicht nur unbeschwert, frei, sozial empfindend, tren und ergeben der Idee, sondern auch voranschrehende, gestaltende, wi)k-i3->- starke Führer? Ans der jüdischen Jugend* Der Aelterenhund der Kameraden. Von Dr. Martin G o i d n e r. Der Aelterenbund der Kameraden entstand im Jahre 1924 aus den? deutschjüdischen Wanderbund Kameraden. Die Trennung der ersten Führer¬ und Aelterengencration vom Wanderbunde war kein zufälliges, personalem Ereignis, sondern in diesem Augenblick schicksalsmäßig notwendig. Eine erste Generation trat insgesamt — wenn auch zahlenmäßig noch eng begrenzt — aus dem Bunde der Jugend in die Wirklichkeit der Zeit. Sie mußte dabei sich frei machen von der Engheit selbstgewählter Form zur freien Uebernahme notwendiger Pflicht, sie mußte sich lösen von der Starrheit eigenen Gesetzes im Programm und Tendenz zur vollen Offenheit dem gesetzten Schicksal gegenüber. Dabei aber blieb sie in Haltung und Gesinnung von der gleichen Kraft und Quelle beseelt, wie der Wanderbund, von dem sie sich dennoch trennen mußte, da Blickweite, Aufgabenkreis, Entscheidungen nicht mehr nur Zukunft, sondern Gegenwart geworden .und fordernd nähergetreten waren. Von dieser Not kamen dem Kreise Freunde entgegen aus anderen Lagern der Jugend, so daß der Aelterenbund der Kameraden heute mehr eine Schar in bestimmter Art gesinnter junger Menschen ist, denn ein Bund der Aclteren des Wanderbundes Kameraden. Mierauf eben hat er mit Bedacht sein Anrecht aufgegeben. Auch von den übri gen Bünden und Organisationen der deutschen Juden- Ii ert unterscheidet sich der Aelterenbund schon seinem Wesen nach in doppelter Hinsicht: in Inhalt und Form. Sein Inhalt ist kein auf ein eingeengtes Ziel hinstrebendes Programm mit politischer, religiöser oder sozialer Grundabsicht, seine Form ist nicht auf Ausdehnung, Werbung und Erfassung der Gesamtheit bedacht. Weder „aufzurufen" noch zu „sammeln" ist Absicht unseres Kreises, sondern „darzustellen", „zu gestalten", „zu arbeiten", und nur soweit dieses des Kampfes nicht entraten kann, gehört auch er zur Aufgabe. Derart sind v ir weder im Grunde Bund noch Partei und eher ließe sich das Bild der Loge oder des Ordens dafür annehmen. Wie dort jeder einzelne ein Bekenntnis abgelegt, wie dort aus dem Wert des Einzelnen und seiner Sonderheit Gestalt und Inhalt eines Ganzen wird, so soll durch den Zusammenschluß der gegenwärtigen am Schicksal der deutscheu judenheit teilhaften jungen Generalion Abbild, aber damit auch Wirklichkeit der Zeit geschaffen v/erden. m

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