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Der jüdische Student · 1928-11-01 · Heft 6-7 (November 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 6-7 (November 1928)
Date
1928-11-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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t i o n gewinnen und erziehen. Demi in ihr ---- }\).:-.. .;>\r; m. J org:.:üYiertcs Gesa rntjuden tum — findet sie die ihnen gerne H reif lue.. vna io r m b n r e Sachlichkeil. IL Die Unabhängigkeit von der vorigen Generation ist nicht durci eine revolutionäre Haltung erzwungen worden, wie hei jener, sonder:, .mo Ht 7>:m Teil eine Felge fehlender Bevormundung, weil die Y:üer in» 1 'rieg -.varer., weil die Mutter mit wirtschaftlichen Sorgen überlastet wäre::, kr.nr. weil die Litern in Kriegs- und Inflationszeiten die Krise jener Ge>• •üichafisschicht 'zu überstehen hatten,, aus der ja unsere Menschen ei?;;i größte;: Teil stammen. Zum anderen Teil aber ist sie die Folge d«. neuen Erziehungssvstems, das Hand in Hand mit der Jugendbewegung dk Selbständigkeit des jungen Menschen proklamiere. Diese Jugend ist fast ohne Kampf groß geworden. Ihr Gegensatz zu revolutionärer Einstellung, zumal sie auch den Sozialismus als eine gegebene und vorhandene Lebens¬ und Anschauungsmöglichkeit kennengelernt hat, erscheint oft als flache Saturiertheit, wo er nur Ergebnis und Glück einer später geborenen Generation ist. Charakteristisch dafür erscheint mir vor allem ihre Klarheit und Selbstverständlichkeit, mit der sie z. B. Sport und Spiel nicht a 1s Reformen, sondern als Formen ihres Lebens betrachtet Kein Grübeln über die Berechtigung des Tanzes oder über die Erbuhnüy Geld 2ii haben, wenn man Sozialist ist. Ueberhaupt ist bei ihr der ganze Wust der Individualproblematik versehwunden, mit ihr der AAtnder\verüigkeitskomplex, die Sentimentalität und umgekehrt die betont männliche Haltung {die nicht mehr notwendig ist), die geistige Ueberheblichkeit, <Ste Gesinnungsprotzerei. Dies soll jedoch keineswegs als absolut richtiig und gut bewertet werden, aber es steht in seiner Relativität in deutlichem Gegensatz zu den Eigenschaften der Menschen, die jetzt auch noch im Zionismus die öffentliche Meinung und Literatur beherrschen Die Individualproblematik der älteren Generation gipfelte in den Schwierigkeiten des Sexualproblems. Aus dumpfen Jahren der Pu&ertätskrisc kämpften sieh die Besten durch eine fast nicht ender-de Zeit der Entwicklung zum Manne hindurch, oftmals nur, um, durch eigene oder fremde Erlebnisse belehrt, Skeptiker der Ehe zu werden. Es ist hier jedoch keineswegs der Ort, diese Frage zu erörtern. Es soll vielmehr mir der Gegensatz aufgezeigt werden zwischen der bekannten, oftmals als allgemeingültig, wie es scheint, aber nur für jene eine Generation gültigen Sexualproblematik und den so einfachen Formen des Sexuallebens der jungen Generation. Ich weiß, daß hier keine Verallgemeinerung zulässig ist. Diese Formen gehen, ohne ein: Lösimg für alle Zukunft zu sein, nur für einen ziemlich kleinen Kreis unserer Jugend, «thu .In n jenen, der uns .vm rnging^eksten ist. Die Lösung, in der Literatur jetzt eifrig behandelt, L>-: nicat eine Lösung des Sexualproblems der 30- und 40jährigen, sondern der 20jährigen. Bei diesen zeigt sich eine sehr weitgehende Einstellung auf die neuen Formen der Sexualgemeinschafi, die Freundschaft oder Kamer KlscLiftschc rxler .vonstwie benannt sind. Ich würde die Behauptung e'uKr Lösung des j-hobkms nicht Wagen, wenn ich nicht in meinem BekanntnVres unter

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