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Der jüdische Student · 1928-11-01 · Heft 6-7 (November 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 6-7 (November 1928)
Date
1928-11-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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grund für Petroleum tan ks und Rjifiru ri :;i i:i Kaifa gesickert, i 'de. Eisenbahn Bagdad— Naib, eine Teilstrecke der lldfa--Ba\: J.;.i-Bak.-i, soll schon jetzt ausgebaut werden, zu welchem Zweck ek:c Anleike im Betrage von £ 2 100 000 in London aufgenommen werdt:: so'!. Kurzu: t, das wirtschaftliche Interesse Englands an diesem Teil des N'ah.e:: Uste: der im Ostwinkel des Mittelmeeres so nahe an Em . pa liegt und s bequem nicht allein durch Luiiiahr/euge (die direkte Lirf-e n .••:!! lud: -i geht heute über Gaza, wird aber später Haiti als Zwischc-istardr»n habe::}, sondern auch durch bequeme Schnelldampfer zu erreichen äst, steh: auHer ZweifeL War bislang das Interesse Engkinds an Paläsima unid den Juden, wie es in der Balfour-Deklaration zum Ausdruck kam, gewissermaßen aU Neigungsehe anzusehen, so wird es immer deutlicher, daß diese Verbindung sich anschickt, sich in eine regelrechte Yermmttehe zu verwandeln. Das sind nun reale Tatsachen. Ist darin etwas Sonderbares zu sehen, daß der weitblickende englische Staatsmann sich rechtzeitig danach umsieht, wie er sich seine wirtschaftlichen Interessen auch politisch sichern kann? Diese Sorge ist besonders begreiflich, wenn man die Entwicklung im mohammedanischen Aegypten ins Auge faßt, wo England, durch wirtschaftliche und politische Interessen veranlaßt, enorme zivilisatorische Lei-» stungen vollbracht hat und zum Schutz dieser seiner wirtschaftlichen und politischen Interessen sich auch politischen Einfluß gesichert und ihn solange ausgeübt hat, bis es eben ging. Dies vorauszuschicken, war zum Verständnis des Gedankens des „Seventh Dominion" notwendig. Wedgwood entwickelt in einer Reihe von Essays seilen Vorschlag. Gegenstand seines Buches „The Seventh Dominion" ist, „Palästina als eine neue freie Feder zu unserm demokratischen Hut hinzuzufügen", „daß auch die Juden ,zur Familie gehören' sollen*'*'. Dieser Grundzug des Buches — die Aufnahme der Juden in die große britische Famiiie als gleichberechtigtes Mitglied des Empire geht bei Wedgwood wie ein roter Faden durch das ganze Gewebe seines Planes durch und macht sowohl den Vorschlag wie seinen Urheber besonders sympathisch. Wedgwood rückt ans durch die Verhandlungsart von gleich zu gleich menschlich besonders sah. Er sucht und findet Gründe für die Kooperation von Briten und Juden, die in der ganzen offenen, ja ursprünglichen Art, wie sie vorgebracht werden, vertrauengewinnend wirken. „Wahrscheinlich sind die stärksten Gründe dafür, daß wir die Juden in der Familie haben wollen, die, daß ihre Freundschaft und Sitten dessen wert sind, und daß wir mit ihnen manche Züge gemeinsam, haben: eine Neigung, Geld zu verleihen und dabei Risiko zu laufen, ehe P ts-ion für die Wanderung über die Erde, eine .Abneigung, für eiuui Heim zu arbeiten (genannt Unabhängigkeitsdrang) und eine beklagenswerte Vorliebe für djs Ahe Testament mit seinem Grund-atz ,hauc zuerst und haut fest" vor dem Neuen Testament und dem Pazifismus.u Eine Mischung von Ironie und Wahrheit, einer bitteren Ironie, denkt man an den Pazifismus der Urheber des „Brith Schalom". Mit der Wedgwood auch im persönlichen Verkehr eigenen Frische stellt er schon in den ersten Zeilen seiner Schrift die Frage <<> k'ar und so

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