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Der jüdische Student · 1928-09-01 · Heft 5 (September 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 5 (September 1928)
Date
1928-09-01
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
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in Palästina. Die ältere zionistische Generation in Deutscher?I kann diesen, jungen Menschen nichx Wegweiser für ein späteres palästinensisches Leben sein. Dabei werden diejenigen Menschen, die aus dem deutschen bürgerlichen Zionismus hervorgegangen sind und ihren Platz in Palästina gefunden haben, keineswegs übersehen. Diesen Menschen fehlt aber einmal fast jede Rückwirkung auf den deutsehen Zionismus, dann aber auch zum großen Teil der klare Wille, gerade an das Arbeiterleben in Palästina Anschluß zu gewinnen. So ist der jung-jüdische Wanderbund darauf angewiesen, sich seine Vorbilder in Palästina zu suchen und dabei ständig" das Mißverhältnis in Kauf zu nehmen, daß die Menschen der zweiten und dritten Alijah in Palästina, die als Vorbilder in Frage kommen, andere Schicksale erlebt haben, aus anderem Milieu stammen als unsere Chawerim hier. Aus der Tatsache, daß der deutsche Zionismus unseren Menschen nicht ein pädagogisch wirksames Beispiel geben kann, erklärt sich die prinzipiell zurückhaltende und teilweise ablehnende Haltung unserer Menschen gegenüber der Z. V. f. D. Hinzu kommt, daß die Z. V. f. D. im wesentlichen auf- .gefaßt wird als die Vertretung des bürgerlichen Zionismus, der der sozialistische Zionismus insbesondere der Poale Zion entgegengesetzt wird. Die sozialistisch-zionistischen Parteien werden dann nur insoweit positiv gewertet, als man in ihnen Repräsentanten der palästinensischen Arbeiterschaft erblickt Der Unterschied zwischen Chaluz und Nichtchaluz ist auch innerhalb des J. J. W. B. sehr stark; man beginnt erst jetzt dem Nichtchaluz eine besondere Aufgabe und damit erst eigentlich "ne Daseinsberechtigung zuzuweisen: das ist die Arbeit für eine Zusammenfassung aller „linken" Kräfte im Zionismus, wie sie durch die Liga für das arbeitende Palästina geplant ist. Man würde sich aber täuschen, wenn man glaubte, daß das Spannungsverhältnis zwischen Chaluzim und Nichtchaluzim. dadurch überwunden ist. Dieses Spannungsverhältnis ist nach unserer Ueberzeugung auch notwendig: die Forderung der Chaluziuth in unseren Verhältnissen ist so schwer zu erfüllen, daß zu ihrer Durchsetzung die Anwendung eines starken ideologischen Druckes erforderlich ist. Dennoch wird sich der J. J. W. B. davor zu hüten haben, daß er durch eine zu große Intensivierung dieses Druckes die Nichtchaluzim ausstößt und sich so der einzigen Möglichkeit begibt, neue Chaluzim zu gewinnen und an bisher nicht erfaßte Kreise der Jugend heranzukommen, um so an einer Stelle einen Einbruch in die Mauer der Assimilation zu versuchen. „ZopMin", Bond Jüdischer Ff&drmcler. Von H e i n z W a n g e n h e i m (Sport-V. J. St., i. a. B.). Die Erkenntnis, daß jüdische Jugend sich in ihren speziellen Fragen klar und eindeutig zu entscheiden habe, veranlaßte eine kleine Gruppe zionistisch gesinnter Führer und Führerinnen, zu Beginn des Jahres 1927 aus dem Kadimah herauszugehen und einen zionistischen, politisch nicht abgestempelten Jugendbund zu begründen, den Bund Jüdischer Pfad- 20

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