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Der jüdische Student · 1928-09-01 · Heft 5 (September 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 5 (September 1928)
Date
1928-09-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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punkx aus überhaupt nicht von einem Verzicht auf das Revolutionäre £er zionistischen Bew egung reden. VIII. Der Zionismus ist — unter Außerachtlassung derjenigen seiner Gruppen, die sozialistische Tendenzen neben oder vor ihren Zionismus stellen — heute keine revolutionäre Bewegung. Deshalb ist er aussichtslos — wenn es ihm nicht gelingt , wieder revolutionär zu \verd:xi~ Dazu freilich bedarf es einer Entwicklung nicht nur der bürgerlich-zionistischen Ideologie* dazu bedarf es einer weltanschaulichen fteufundierung der zionistischen Bewegung. Vielleicht werden unsere Bundesbrüder schon in nicht allzu ferner Zeit an dieser Neufundierung mitarbeiten können. Aber dieser Augenblick ist heute noch nicht gekommen. Wir haben das Unglück, eine Uebergangsgeneration zu sein, und müssen uns damit begnügen, das Kleine zu tun, «Bas uns heute zu tun möglich ist Ist das „Beschäftigungstherapie"? Mir scheint, es ist ganz etwas anderes: Selbsterkenntnis und Selbstbescheidung. Die Lage im Zionismus und die A.~C-~Siizuug. Ein politischer Diskussionsabend der Berliner Altherrenschaft. Das Präsidium des K. J. V. hatte die Berliner Altherrenschaft zum 5. September im Pschorrbräuhaus zu *nnem politischen Diskussionsabend eingeladen, der von etwa 100 Alten Herren besucht war. Referenten des Abends wartn die Bbr. Bbr. B i 1 e s k i und Lichtheim, welche eine Darstellung dss Verlaufs der A.-C.-Sitzung gaben unter Berücksichtigung der politischen Hauptfrage, welche das A.-C. beschäftigte, nämüch der Frage der Erörterung der Jewish Agency. Wir geben nachstehend die beiden Referate in ckr Form wieder, in der sie uns von den Bundesbrüdern zur Verfügung gestellt wurden. Referat Bfleski: Hauptthema der A.-C-Sitzung war die Agency-Frage. Der Fortsetzung der Agency-Politik war vor der Sitzung des A.-C. durch den Bericht da* Sachverständigenkommission ein ernsthaftes Hindernis entstanden. Der Bericht hatte die Strömungen gegen die A.gency-Po!itik sehr verstärkt. Die Eiswendungen gegen die Agency-Poiitik wurde von einer Gruppe mit grundsätzlichen Bedenken gegen jedes Zusammengehen mit Nichtzionisten begründet. Auf der A.-C.-Sitzung wurden diese Gründe besonders nachdrücklich von Ussischkin vorgetragen. Die Frage, die durch diese Betrachtung' der Zionistischen Organisation gestellt wuide, ist nicht neu. Es kann ki lügemeinen nicht anerkannt werden, daß die Agency-Politik sich grundsätzlich unterscheidet von anderen Pt'inen. die darauf gerichtet sind, eineaj "aöglichsi großen Kreis von Juden für die Aufgaben der zionistischen Belegung zu gewinnen, ohne daß von den einzelnen Angehörigen der zionistischen Bewegung ein besonders hohes Maß von zionistischer Intensität verangt würde. Die Agency-Politik gehört in den Rahmen aller der verschiedenen Piäne, die zum Teil als Gegenprojekte gegen die Agency be- 15

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