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Der jüdische Student · 1928-08-01 · Heft 4 (August 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 4 (August 1928)
Date
1928-08-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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2. Unter einem inlär..'-.sehen, lokalen, kornnier:-:L-l!-k\-giem-clu:! Gesichtspunkt. Das bedeutet zweierlei: a) Wie kann durch zweckmäßige Methodik des Tr;u".<po: tls und der Verteilung die Milch für den städtischen Konsumenten in Pdä.-t.'.ia verbilligt werden? Dies umfaßt sow ohl das Problem der A!)sai/-tc-et uiig durch Anreiz zum und Propaganda für den Milchkonsuiu, a!^ :ach die Herabdrückung der Preisspanne zwischen Produzenten und \Vr Iran eher, und leitet unmittelbar über zur Fragestellung b) Was kann für die Sicherung einer einwandfreien h\ giinischen Beschaffenheit der im Handel befindlichen Milch unternoum.ci: veiden? Mit dem Problern a) haben sich bereits mehrere kürzere Denkschriften an die Zionistische Organisation und an den Rat der landwirtschaftlichen Arbeiter beschäftigt, besonders gründlich ist ein Bericht von Carry Witteies, dem Direktor der Zentral-Kooperativbank, welcher auszugsweise auch in der Zeitschrift „Palästina" veröffentlicht worden ist. Das Problem b) ist von besonderem Interesse für die Kinderärzte und umfaßt eine Klärung des hygienischen Status der im Handel befindlichen Milch. 'Darüber liegen bisher nur sporadische Unternehmungen vor, obwohl es hier eigentlich Pflicht der staatlichen Behörden ist, eine Ueberwachuug durchzuführen. Verfälschungen der Kuhmilch, vor allem durch Ziegfnmilch, sind außerhalb des Machtbereiches des „Hamashbir" und der „Chewrat Hechalaw" an der Tagesordnung. 3. Unter einem handelspolitisch-kolonisatorischen Aspekt; d. hM welche Maßnahmen können die alljährlich in Höhe von 60 000—SO 03) C in das Ausland für Milchprodukte fließenden Gelder der jüdischen Landwirtschaft zuführen? Man muß die Frage nach der Möglichkeit ebr Produktion der importierten Milchprodukte im Inlande in ihrem ganzen Umfange aufrollen. Die Lösung muß von zwei Seiten her in Angriff genommen werden — von der technischen und von der kommerziellen. Eine Voraussetzung für die Lösbarkeit des Problems ist es, «laß die unter 1 ) erwähnte Senkung der Gestehungskosten im Stall vaa Seiten der' landwirtschaftlichen Forschung wirklich erzielt wird. Es ergeben sich dann folgende Fachprobleme: a) Ist es möglich, eine wirklich einwandfreie, haltbare Butter in Palästina herzustellen? b) Ist Hartkäsefabrikation möglich, um die Milchüberschüsst in gewissen Perioden lohnend zu verwenden? c) Ist eine Fabrikation der hier und in den Nachbarländern so viel gebrauchten kondensierten Milch möglich? d) Mit welchen anderen Industrien ist eine Betriebszusariumnlegung wünschenswert? e) Bis zu welchem Grade ist der Markt für Milch und Milchprodukte in Palästina selbst erw :terungsfähig und ist es denkbar, daß Palästina eventuell sogar Export) d für Milchprodukte wird, da die Steigerung der Milchproduktion eh unabweisbare landwirtschaftliche Notwendigkeit ist? 23

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