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Der jüdische Student · 1928-08-01 · Heft 4 (August 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 4 (August 1928)
Date
1928-08-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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Verhält es sich in Wahrheit nicht so, daß die Gefahr, aus welcher der Gläubige gereuet zu werden hofft, jenseits aller der Gefahren ist, vom denen der Ungläubige wissen kann, daß also der Glaube ebenso sdir und eher noch Verzweiflung als Trost und Hilfe bringt? Glaubt ck-r Gläubige etwa, weil ihm als Ungläubigen das Leben ohne Gott trostlos, hoffnungslos, schal und flach erscheint, oder ist es nicht vielmehr s<), daß, weil er glaubt, er die Trostlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Schallu-u und Flachheit des Lebens ohne Gott erkennt? Mit anderen Worten: ist das von Freud gesehene und aufgezeigte Elend des Menschen dasselbe „Eleu:!"', das der Glaubige als das Elend kennt? So fragen, heil'i einsehen, daß die eigentliche Frage erst nach Freuds Kritik beginnt. Aber auch für die eigentliche Frage bleibt angesichts der neuerlichen, gewiß nicht zufälligen Preisgabe oder — was dasselbe ist — Umdeutung der Schöpfungs- und Wunderbehauptung, des Glaubens an die Macht Gottes über die Natur die Kritik Freuds von höchster Bedeutung. Untersuchungen über die Mildiproduldion in Palästina, Seit dreiviertel Jahren beschäftigt sich Bbr. Bernhard Armstein, Jerusalem, mit der Untersuchung der Milchproduktion in Palästina. Das Präsidium (das alte und fortsetzend jetzt auch das neue) hat auf Veranlassung einer Anzahl prominenter Ziou.sten und Bundesbrüder in Palästina diese Arbeit durch Beschaffung der für die Untersuchung notwendigen Geräte bzw. durch die Ueberweisung der dazu notwendigen Gelder unterstützt und hat es übernommen, sie bis zur Beendigung der Untersuchungen durchzuführen. Nach dem Plan wird das im Herbst d. J. der Fall sein. Wir sind in der Lage, über die bisherigen Ergebnisse aus einem Brief Arinsteins das Folgende mitzuteilen: ,.Da weder die Zeit noch die .Wittel für eine Untersuchung des Milchproblems in allen seinen Erscheinungsformen vorhanden waren, galt es, sich weise auf jene Teilproblcrne zu beschränken, für die ich erstens heute schon kompetent bin, und zweitens hoffen konnte, eine wenn auch nur rohe, annähernde Lösung in der gestellten Frist zu erzielen. Das Milchproblcm Palästinas kann vielleicht zweckmäßig unter einein dreifachen Aspekt betrachtet werden: 1. Unter einem landwirtschaftlich-produktionstechnischen Gesichtspunkt, d. h. wie können in zweckmäßiger Einordnung in den Gesamtbetrieb einer landwirtschaftlichen Produktionsstätte die Gestehungskosten der Milch im Stall verkleinert werden? Dieses Problem wird \on diesem Jahr ab im Laufe langjähriger Untersuchungen an der zionistischen, landwirtschaftlichen Versuchsstation bearbeitet werden, mit Hilfe von großen Geldmitteln, die paritätisch von der Zionistischen Organisation und dem British Empire Marketing Board zur Verfügung gestellt werden. Ueber den gegenwärtigen Status der Milchproduktion enscheint demnächst eine zusammenfassende Schrift von j. Wiikansky. oo

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