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Der jüdische Student · 1928-08-01 · Heft 4 (August 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 4 (August 1928)
Date
1928-08-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Forderung gestellt; di;se Moral, diu .-es Pathos ist du; ehom d ''■ j-- nichts hindert, daß na eh dem Absterben der traditionellen , i '< <• um: ' > _ *i der selbe Oeist in ürez-Israel neue „bornien" scnmdt. (de P: . berufen sich aber in cht auf den jüdischen Volks.;eisr. som! u ad i :•■>:•:, der ihnen das gesagt bah:, was sie dem Volk sagem Sei! •.vei.- d<dd d sind die Angaben, welche die Propheten über die Quelk-;k. e; k. :.>; m machen, nicht verbd-dlich; d-.r Athe«-! hat d gute beehr. - mr " mdämmte Pflicht, das Sprechen Gottes" als uebdi des i lervs der ,Jiörenden", vielleicht als hbervorbringimg des ju.lisch. t Vokrge! -les auszulegen. Aber er muß sich darüber ki.-r sein, dad die Vdoae, die er so auslegt, nicht im Sinii üle-er Auslegung gemeint sind; ._r und' sieh, wenn anders er nicht im Trüben fischen will, klarmachen, da£ er mit seiner Auslegung den ursprünglichen Sinn des Gesetzes m.d der Propheten leugnet; er muß diese Leugnung ausdrücklich, unzweideutig vollziehen. Hat er aber einmal begriffen, was er leugnet, ic? er nämlich begriffen, daß er Gott leugnet, dann ist ihm der Geschmack an der vom Kultur-Zionismus propagierten Kultur für alle Zeit w:: mm gen; dann hat er begriffen, eine wie dürftige Abstraktion die ,,pronb d-mk. Ethik** ist, die nach der Leugnung Gottes übrigbleibt. Verglichen mit der ungeheuren Kluft, die zwischen Glauben und Unglauben gähnt, ist die . Differenz zwischen dem Geist des radikalen Sozialismus, den rrmmhe in der Bibel zu finden glauben, und dem Geist des radikalen Antisoimismus bloß die Differenz zwischen zwei Nuancen des Unglaubens Der jiolitisctie Zionismus, der in der Auseinandersetzung mit der nicmjüdiscb.n und nichtzionistischen Umwelt dem Geist des Hinkens auf beiden Sehen, dem Geist insbesondere des „verstehenden" Hinkens, das sich „Lebeusf'rommigkeir* nennt, immer mit Energie entgegengetreten ist, muß Uar und scharf auf die erschlichenen Titel des Kultur-Zionismus vei/ich^a. Der Kultur-Zionismus hatte einen leichten Stand auged. hts der Unzulänglichkeit des Her/Ischen Zionismus, die sich am deudhk Uen üi „Ahneuland** aussprach. Iis lag et.vas l:ebei zeugendes in der Ei vvügrng: wer das jüdische Volk bejaht, bejaht notwen Hg seinen Geist, hemht nbo notwendig die Kultur, in der sich sein Geist offenbart hat. Von der Bejahung der nationalen Kultur sind manche zur Bejahung" der meiouateri Tradition des Gesetzes fortgeschritten; unter diesen gewiß ekdge, die sich nicht hinreichend klargemacht haben, daß dieses Gesetz göttliches Gesetz zu sein beansprucht. Die Gläubigen haben diesen Weg ihrerseits geebnet. Wie eft konnten wir hören, daß das Judentum nicht Glauben, sondern Tun, nämlich Erfüllung des Gesetzes verlangt. Aber was der Gläubige fordern darf, das kann der Ungläubige no h!•,• ,e Lieht tun; denn was ihm der Gläubige als aus dem Tun erwachsend^ Bken und Glauben rühmt. d?s ist ff"'r den Ung'aubigen Uir.cinsck'o ters 'm clen Glauben, Betäubung des Gewissens, Selbstbetrug. Niemand kann ana semes Volkes willen an Got glauben; niemand kann aus nationalen Gründen das Gesetz erfüllen, dchlimm genug, daß über die Gedankenlosigkeit, die diesen Weg geht, n ch heute Worte verloren werden müssen. Kann man aber bei der Bejahung der nationalen Kultur stehen^, dlem? Der Kultur-Zionismus führt an die Frage hei au, die mit dem G -e'' :nd durch 17

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